Archiv für den Monat: August 2015

Jetzt hat uns der Plancheck doch noch kalt erwischt…

… der Platz im Hauswirtschaftsraum im Keller war leider nicht der einzige Grund, dass die Lüftunsanlage in unser potentielles zukünftiges Gästezimmer gewandert ist.

Wenn die Kanäle der Lüftung durch die Speisekammer nach oben geführt werden, wie vom Architekten vorgesehen, dann kommen diese direkt unter der Badewanne heraus und das dürfen diese nicht.

In einem netten Gespräch mit dem sympathischen Herrn W. von Weberhaus der die Plancheck-Pläne für uns macht hat sich dann aber zum Glück noch ein Kompromiss finden können. Ist zwar auch nicht sooo schön, aber viel besser als Platz im Arbeitszimmer im EG abzugeben und vor allem als die Lüftung im potentiellen Gästezimmer im Keller zu haben.

Wir werden die Wand in der Küche ganze 19,1cm aufdoppeln müssen und diese wird dann die Kanäle der Lüftung aufnehmen. Dadurch ergibt sich eine zusätzliche nicht so schöne Ecke an der Tür zur Speisekammer. Auch der Platz zwischen Kochinsel und den Hochschränken schrumpft auf 1m und ist damit etwas knapp.

So sieht das ganze auf den neuen Plänen aus (grün = neu):

Korrekturen in Grün

Korrekturen in Grün

Der Keller im Plancheck Version 2

Der Keller im Plancheck Version 2

Erdgeschoss im Plancheck Version 2

Da jetzt zwischen Kochinsel und Schränken nur noch ein knapper Meter Platz ist, überlegen wir die Küche noch 20cm weiter in das Wohnzimmer zu ziehen. Also die Küchenzeile unter dem Fenster, welche zur Zeit aus 4x60cm Küchenschränken besteht zu verlängern. 3×60 + 1x80cm. Dann würde auch der Wandfitzel hinter der Wohnzimmertüre 20cm länger werden und der Platz im Essbereich kleiner.

Luxusprobleme, ich weiß. Wie würdet ihr entscheiden?

Die Küche um 20cm in den Essbereich vergrößern? Vorteil mehr Platz hinter der Kochinsel. 20cm längere Küchenzeile am Fenster. Dafür weniger Platz im Essbereich und der Wandfitzel hinter der Wohnzimmertüre wird 20cm länger.

Würdet ihr die Küche vergrößern? Auf Kosten des Esszimmers und einem längeren Wandüberstand hinter der Wohnzimmertüre?

    Systembox Garage besichtigt

    Nach dem etwas abschreckenden Kommentar in meinem Garagen Blog Eintrag zu den Systembox Garagen haben wir uns dann am Samstag mal eine angeschaut. Und ich muss sagen, die sah eigentlich ganz ordentlich aus. Klar die Fugenabdeckungen sehen nicht super aus und die Garage hatte minimale Setzrisse. Letztere wären mit ein wenig Farbe jedoch unsichtbar und die Fugen…ja…damit muss man dann wohl Leben. Das gute ist, dass die meisten bei uns vom Haus versteckt wären.

    Attika

    Attika

    Vorderansicht mit Sektionaltor

    Vorderansicht mit Sektionaltor

    Der Übergang ist nicht so schön geworden. Das hätte man liebevoller machen können.

    Der Übergang ist nicht so schön geworden. Das hätte man liebevoller machen können.

    IMG_0220 Vorne

    Seitenansicht mit den Fugenabdeckungen

    Seitenansicht mit den Fugenabdeckungen

    Wer findet die Setzrisse?

    Wer findet die Setzrisse?

    Wer findet die Setzrisse?

    Wer findet die Setzrisse?

    Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber ich denke wir bleiben bei Systembox.

    Eigenleistung Keller und diese Lichtschächte

    Wir haben uns mal ein paar Lichtschächte bei uns im Mehrfamilienhaus angeschaut. Um genau zu sein, wie viel…sorry, wie wenig Licht da rein kommt. Diese sind 40cm tief und 70cm breit. Die Fenster allerdings nur 40cm hoch. Wir bekommen 100x75cm Fenster und 40cm tiefe Lichtschächte zum Vergleich.
    Und was soll ich sagen? Das Ergebnis ist recht ernüchternd. Selbst bei strahlendem Sonnenschein draußen reicht das Licht nur zur Orientierung. Da ein Kellerraum ein potentielles Gästezimmer für die ferne Zukunft und ein anderer mein Trainingsraum werden soll, wäre ein wenig mehr Licht schon ganz nett.

    Aber die Alternativen sind mager. Wir haben schon entschieden, dass der große Kellerraum im Süden zwei Fenster bekommen wird. Zwei Fenster, wo wenig Licht durch kommt ergibt leider immer noch nicht richtig viel Licht. Richtig viel würde eine Ab-Böschung bzw. ein Lichthof bringen. Aber da wir eine schöne Holzterrasse genau an den Positionen der Fenster planen ist ein Lichthof nicht drin. Jetzt ziehen wir größere Lichtschächte mit 70cm Tiefe in Erwägung. Diese verschönern die Terrasse zwar auch nicht gerade, wären aber ein möglicher Kompromiss. Allerdings ist der Aufpreis dafür zum günstigen Standardlichtschacht bei MB Keller recht hoch.

    Wenn jemand Erfahrungen mit der Lichtausbeute von 70cm tiefen Lichtschächten hat, immer her damit. Wir haben keine Ahnung, ob und wie viel das bringt.

    Vielleicht, aber das wird sehr knapp, können wir das Süd-/Östliche Fenster bis an den Rand der Terrasse abböschen. Dazu müssen wir noch mal unseren Architekten befragen.

    Da es kein Hexenwerk ist einen Lichtschacht anzubringen, überlege ich diese jetzt in Eigenleistung zu machen. Im Fachhandel sind die 70cm Lichtschächte noch verhältnismäßig bezahlbar.

    Auch die Kelleraußenwand-Dämmung werden wir wohl in Eigenleistung machen. Dämmplatten zuschneiden und vollflächig verkleben. Auch keine Raketenwissenschaft, aber aufwendig. Aber nach der Kellerstellung kommt sowieso Leerlaufzeit und wir können die Arbeit ggfs. auf ein paar Wochenenden verteilen. Und wenn man beschäftigt ist, geht die Zeit bis zur Hausstellung schneller rum. Dazu wieder einen 4 stelligen Betrag gespart. Geld werden wir noch genug los.

    Die Nachbarn stürmen vorran…

    …und holen sich einen ordentlichen Vorsprung raus. Links und rechts von uns bzw. südlich und nördlich wird schon fleißig gebaut. Das Grundstück direkt neben uns im Süden ist noch genauso vereinsamt, wie unseres. Aber auf dem übernächsten Grundstück und bei unserem direkten Nachbarn im Norden wird schon fleißig gebaut. Schon erstaunlich, wie schnell sich das Bild im Baugebiet verändert.

    Nachbar im Norden wird vom Architekten Büro Schriefers gebaut. Mit denen waren wir auch im Gespräch.

    Nachbar im Norden wird vom Architekten Büro Schriefers gebaut. Mit denen waren wir auch im Gespräch.

    Im Hintergrund das Haus mit dem Satteldach ist ein Allkauf Haus, wo die Nachbarn erst vor kurzem eingezogen sind. Die Staffelgeschoss-Doppelhaushälfte daneben wird seit über einem Jahr gebaut und es wird gerade der Innenausbau fertig gemacht. Das Allkaufhaus stand vor 3 oder 4 Monaten nicht mal dort. Gefällt uns auch ganz gut.

    Das übernächste Grundstück im Süden. Leider ein recht hohes Haus mit Staffelgeschoss.

    Das übernächste Grundstück im Süden. Leider ein recht hohes Haus mit Staffelgeschoss.

    Unser direkter Nachbar hat noch nicht begonnen. Gegenüber auf der anderen Straßenseite ist gerade der Keller ausgehoben.

    Plancheck Unterlagen

    Am Samstag sind die Plancheckunterlagen von Weberhaus bei uns eingegangen. So sieht das ganze dann aus:

    Screen Shot 2015-08-25 at 21.01.02

    Im Großen und ganzen halten sich die Änderungen in Grenzen. Ein paar Dinge müssen aber noch korrigiert werden. So ist die Lüftungsanlage aus dem Hauswirtschaftsraum im Keller in den „Vorrat“ Raum gewandert. Ich vermute mal, weil der Planer davon ausgegangen ist, dass im HWR zu wenig Platz ist. Da wir aber keine Wärmepumpe mit Innenaufstellung bekommen, so wie eingezeichnet sollte alles in den HWR passen.
    Platz finden muss ein 200-300l Warmwasserspeicher, die Paul Novus Lüftungsanlage, der Wechselrichter für die Photovoltaik Anlage, Waschmaschine, Zählerkasten, Anschlusskasten, Mehrspartenanschluss, etc.

    Dann sollte auch die Wandaufdoppelung im Arbeitszimmer entfallen, die vermutlich für die Lüftungskanäle vorgesehen ist. Auch bei den Lichtband Brüstungshöhen haben sich wieder ein paar Fehler eingeschlichen. Wir werden jetzt auf der Ostseite vorerst komplett auf Verdunkelung verzichten und haben die Lichtbänder um 4cm in der Höhe reduziert. Dadurch können sie auf 90cm Brüstungshöhe und als Dreh-/Kippfenster umgesetzt werden.

    Gab noch ein paar kleinere Korrekturen, aber im Großen und Ganzen passt es jetzt. Wir warten jetzt auf Feedback von Weberhaus zu unseren Hinweisen.

    Timeline

    • 2014 – Wir kommen langsam auf die Idee ein Haus zu „kaufen“.
    • 2014 – Wir finden verschiedene Häuser bei den bekannten Immobilien Portalen. Irgendwas passt immer nicht.
    • Ende 2014 – Wir ziehen in Erwägung ggfs. sogar zu bauen und suchen auch nach Grundstücken.
    • Ende 2014/Anfang 2015 – Wir gucken uns verschiedene Grundstücke an. Alles recht ernüchternd oder viel zu teuer.
    • Januar 2015 – Ohne Grundstück holen wir uns erste Informationen zu Hausanbietern und besuchen unter anderem die Fertighauswelt in Frechen.
    • Januar 2015 – Wir nehmen Kontakt mit verschiedenen Fertig- und Massivhausanbietern und auch Architekten auf.
    • Januar 2015 – Durch Zufall finde ich DAS Grundstück. 2 Tage nach Besichtigung reserviere ich das Grundstück ohne, dass wir eine Finanzierung haben.
    • Februar 2015 – Wir legen den finanziellen Rahmen grob fest und holen erste Angebote ein
    • Februar 2015 – Erste Gespräche mit Banken zur Finanzierung, einige unerwartete Hürden für Selbständige tun sich auf
    • 06.03.2015 – Wir bekommen den Entwurf des Grundstücksvertrags vom Notar
    • 09.03.2015 – Wir treten in den Bauherrenschutzbund ein und haben das erste Gespräch mit Herrn Evers
    • 12.03.2015 – Wir haben entschieden den Keller extern zu vergeben und holen erste Angebote rein
    • 13.03.2015 – Wir bekommen den Notartermin für das Grundstück
    • März 2015 – Wir besuchen die Werke von Fingerhaus und Hanse Haus. Machen eine Vorbemusterung und Werksbesichtigung. Weiterhin eine Vorbemusterung bei Streif Haus.
    • März 2015 – Wir veranlassen ein Baugrundgutachten vor dem Grundstückskauf
    • 13.04.2015 – Grundstückskaufvertrag unterschrieben!!!
    • 08.05.2015 – Grundstück bezahlt
    • 09.05.2015 – Endlich steht der Hausanbieter fest. Wir unterschreiben bei Weberhaus!
    • 26.05.2015 – Architektentermin
    • 08.06.2015 – Die Finanzierung steht
    • 11.06.2015 – Die erste Grundstücksvermessung von Herrn Rosen
    • 02.07.2015 – Grundbucheintrag
    • 17.07.2015 – Kellerwerksvertrag unterschrieben
    • 30.07.2015 – Baugenehmigung
    • 20.08.2015 – Vertrag zur Photovoltaik Anlage unterschrieben
    • 25.08.2015 – Plancheckunterlagen von Weberhaus zur Kontrolle erhalten
    • 28.08.2015 – Plancheckunterlagen abgesegnet
    • 22.09.2015 – Detailpläne fertig und zur Überprüfung erhalten
    • 12./13.10.2015 – Ausstattungsberatung bei Weberhaus
    • 14.10.2015 – Baustellentermin mit Bauleiter Keller, Bauleiter Weber, Versorger und Architekt
    • 02.11.2015 – Ausstattungsprotokoll erhalten
    • 07.11.2015 – Wir stellen am Grundstück fest, dass die Grobabsteckung gemacht wurde
    • 10.11.2015 – Beginn der Tiefbauarbeiten
    • 10.11.2015 – Ausstattungsprotokoll korrigiert an Weberhaus zurück gesendet
    • 19.11.2015 – Verschalung Bodenplatte, Lieferung Bodenplattendämmung
    • 20.11.2015 – Dämmung verlegt, Armierung, Betonieren der Bodenplatte
    • 25.11.2015 – Kellerstellung
    • 26.11.2015 – Keller mit Beton ausgießen
    • 27.11.2015 – Keller Abschlußarbeiten, anbringen der Lichtschächte, Bitumenvoranstrich
    • 28./29.11.2015 – Eigenleistung: Kelleraußenwanddämmung
    • 30.11.2015 – Werkvertrag Systembox Garage unterschrieben
    • 04.-06.12.2015 – Eigenleistung: Kelleraußenwanddämmung Part 2
    • 07.12.2015 – Kellerabnahme
    • 25.01.2016 – Hausanschlüsse
    • 29.01.2016 – Haus im Werk besichtigt
    • 05.02.2016 – !!! Haussstellung !!!
    • 10.02.2016 – Elektroinstallation abgeschlossen, Stromzähler eingebaut, wir haben eigenen Strom
    • 12.02.2016 – Sanitärrohr-Installation und Lüftungskanal-Installation abgeschlossen
    • 16.02.2016 – Montage Photovoltaikanlage durch Solar Conze
    • 18.02.2016 – Richtteam verabschiedet sich. Alle Decken und Wände sind mit Gipskarton geschlossen. Holzverschalung außen fast fertig.
    • 22.02.2016 – Elektrik Verkabelung Keller
    • 24.02.2016 – Beginn Verlegung Fußbodenheizung
    • 26.02.2016 – Fußbodenheizung EG und OG abgeschlossen
    • 01.03.2016 – Estrich EG und OG
    • 06.03.2016 – Fußbodenheizung Keller in Eigenleistung abgeschlossen
    • 07.03.2016 – Wir haben Internet!!
    • 07.03.2016 – Wärmepumpe geliefert, Heizungsbauer beginnt
    • 10.03.2016 – Estrich Keller
    • 15.03.2016 – Maler von Weberhaus beginnen mit den Spachtelarbeiten
    • 15.03.2016 – Fehlende Dachfenster im Erker montiert
    • 15.03.2016 – Inbetriebnahme Wärmepumpe
    • 21.03.2016 – Unser Maler beginnt

    Photovoltaik Eigenverbrauchsoptimierung

    Wenn die Photovoltaik Anlage erst mal auf dem Dach ist, gilt es möglichst viel Eigenverbrauch zu erreichen. Dazu gehört, dass man Verbraucher, wie z.B. die Wasch- und Spülmaschine möglichst in die Ertragszeiten der Photovoltaik Anlage legt. D.h. bevorzugt tagsüber bei Sonnenschein waschen/spülen.

    Gleiches gilt natürlich auch für alle anderen Verbraucher, die man in die Ertragszeiten legen kann ohne zu sehr an Komfort einzubüßen (Cappuccino muss z.B. morgens sein, wenn da keine Sonne scheint, Pech).

    Das ich viel im HomeOffice arbeite kommt dem Eigenverbrauch natürlich auch entgegen. Dazu kommen aber noch ein paar weitere Dinge, die ich eingeplant habe.

    Z.B. werde ich das Erwärmen des Warmwasserspeichers von der Wärmepumpe nur einmal am Tag, um die Mittagszeit machen lassen.

    Ebenso werde ich mit einer Nachtabsenkung experimentieren. Normalerweise bringen Nachtabsenkungen keinen Vorteil, weil das Aufheizen danach i.d.R. genauso viel Energie verbraucht, wie über Nacht gespart wurde. Allerdings wird unser sehr gut gedämmtes Haus kaum abkühlen und die Wärmepumpe läuft bevorzugt tagsüber, wenn die Sonne scheint. Das wird aber weniger bringen, als die Warmwasserbereitung. Grund ist, dass im Winter, wenn am meisten geheizt werden muss auch am wenigsten solare Erträge da sind. Insbesondere bei unserer Ost/West Anlage mit flacher Dachneigung. Aber wenn es auch nur ein paar kWh gekauften Strom spart, hat es sich gelohnt.

    Wenn ihr noch weitere Tipps zur Eigenverbrauchsoptimierung habt, immer her damit und Kommentare schreiben. 🙂

    Photovoltaik Anlage

    Ein weiteres Thema, was es frühzeitig zu klären galt, war die Photovoltaik Anlage. Hauptgrund eine Photovoltaik Anlage zu installieren ist tatsächlich der Umweltschutz. Ich finde auf jedes brauchbar ausgerichtete Hausdach gehört eine solche Anlage. Weitere Aspekte sind ein wenig Unabhängigkeit von den Energieerzeugern und wenn das ganze am Ende noch eine Rendite abwirft…umso besser. Würde aber auch bei einer +-0 Kalkulation wohl eine Anlage verbauen.

    Leider haben wir ein Grundstück mit Ost/West Ausrichtung. Wobei die Westseite etwa 10 Grad nach Süden gedreht ist. Eine Photovoltaik Anlage gibt die besten Erträge bei einer reinen Südausrichtung, da hier die Sonneneinstrahlung über den Tag verteilt am höchsten ist.

    Dafür hat eine Anlage mit Solarmodulen sowohl auf der Ost-, als auch auf der Westseite andere Vorteile. Die Module im Osten bringen morgens und am Vormittag mehr Leistung, als eine Südanlage. Die Module im Westen nachmittags und am Abend.

    Da durch die sinkende Einspeisevergütung der Eigenverbrauch eine immer wichtigere Rolle spielt, um mit einer Photovoltaikanlage rentabel zu werden, sollte die PV Anlage auf einen möglichst hohen Eigenverbrauch optimiert werden. Das geht mit einer Ost/West Anlage, welche über den Tag verteilt zwar insgesamt zwar kleinere Erträge, aber dafür über einen längeren Zeitraum liefert, unter Umständen besser, als mit einer reinen Südanlage. Besonders dann, wenn viel Strom früh morgens oder abends verbraucht wird. Also typisch für das arbeitende Volk.

    Ein anschauliches Diagramm dazu gibt es z.B. auf Sonneninitiative.org:

    Copyright http://www.sonneninitiative.org/

    Man erkennt deutlich, dass die Ost und die Westkurve deutlich früher anfangen Erträge zu liefern und deutlich später wieder aufhören. Weiterhin fehlt der ausgeprägte Peak rund um die Mittagszeit einer Südanlage, was einen weiteren Vorteil mit sich bringt. Es reicht unter Umständen ein kleinerer Wechselrichter und man spart hier Kosten, was zu einer besseren Rentabilität der Anlage führen kann.

    Dennoch würde ich eine reine Südanlage bevorzugen. Geht bei uns aber nicht.

    Eine brauchbare Schätzung der möglichen Erträge für den jeweiligen Standort, Aufbau, Ausrichtung der Anlage, etc. lässt sich mit dem pvgis Kalkulator erstellen.

    Weiterhin wäre es bei einer Ost/West Anlage von Vorteil eine steilere Dachneigung zu haben. Dennoch wird eine Anlage auf unserem Dach höchstwahrscheinlich rentabel sein und nach Kalkulation unseres Anbieters sich bereits nach 8-9 Jahren amortisiert haben und danach ordentliche Erträge erwirtschaften. Nach der sicherlich optimistischen Kalkulation des Anbieters ist eine Gesamtkapitalrendite von knapp unter 11% drin. Selbst, wenn wir deutlich darunter liegen (z.B. durch einen defekten Wechselrichter, geringerer Eigenverbrauch als kalkuliert, etc.) ist das immer noch deutlich mehr, als die Kapitalmärkte hergeben.

    Nach einiger Recherche im Internet war schnell klar, dass bei unserem großen Dach eine Anlage knapp unter 10kWp am meisten Sinn macht. Ab 10kWp wird die EEG Umlage fällig, welche die Erträge schmälert. Bei kleineren Anlagen steigt der Preis pro kWp natürlich durch Fixkosten, wie Montage, etc. an. Die Investitionskosten sind so natürlich höher, aber die Rendite ausgereizt. Weiterhin werden die Erträge bei niedriger Sonneneinstrahlung (z.B. Abends/Morgens) höher sein, was dem Eigenverbrauch wieder zugute kommt.

    Auch hatte ich mich schnell entschieden, dass es eine Ost- und Westbelegung mit dem Schwerpunkt auf der Westseite werden wird.

    Dann muss man sich auf die Art der Einspeiseregelung festlegen. Entweder man bietet dem örtlichen Energieversorgungsunternehmen die Möglichkeit die Anlage bei Überkapazität zu drosseln, um das Netz zu entlasten oder aber man entscheidet sich für die 70% Regelung. Hier unterscheidet man zwischen 70% hart und 70% weich. Es dürfen nur 70% der Anlagen-Peakleistung eingespeist werden. Bei 70% hart sind alle Erträge über 70% „hart“ gekappt. Also weg. Bei 70% weich dürfen immer noch nur max. 70% eingespeist werden, aber alles darüber darf selber verbraucht werden. In unserem Fall wird es kaum Erträge über 70% geben, also könnten wir bequem 70% hart machen. 70% weich hat aber noch einen weiteren Vorteil, die Gebrauchsvisualisierung. Durch den zusätzlichen Stromzähler, der für die „weiche“ Regelung notwendig ist, kann man nun den Eigenverbrauch messen und das ganze in die Visualisierung des Wechselrichters mit einbauen. Wenn also, wie in unserem Fall die 70% weich Regelung ohne große Mehrkosten möglich ist, würde ich diese bevorzugen. Rentieren wird sich die Mehrinvestition nicht annähernd, aber die Visualisierung ist es mir wert. Damit kann man auch den Eigenverbrauch optimieren.

    Bei der Entscheidung und Informationsfindung hat mir das Photovoltaikforum.com sehr weiter geholfen. Aber nicht nur dabei. Ich habe mir mit meinen Vorgaben dann die ersten zwei Angebote eingeholt und diese waren sehr ernüchternd. Beide über 1500€/kWp und damit deutlich höher, als erwartet. Im Angebotsbereich des Photovoltaikforums lassen sich auch Angebote einstellen und werden von den Mitgliedern bewertet. Vergleichbare Anlagen waren dort deutlich günstiger zu haben. Also habe ich über die Forumsfunktion Angebote holen lassen. Dies geschieht über einen Vermittler, der die Anfrage an ca. 5 Solarteure weiterleitet. Die Angebote hier waren schon deutlich sympathischer und deutlich unter 1300€/kWp. Es kristallisierte sich ein Favorit ab, bis ich von Solar Conze im Forum angeschrieben wurde. Herr Reichmann von Solar Conze fragte nach der Erlaubnis mir auch ein Angebot erstellen zu dürfen, welche ich natürlich erteilte.

    Das Angebot gehörte zu den drei Attraktivsten. Der sehr sympathische und kompetente Kontakt von Herrn Reichmann und später Herrn Papenfuß und die sehr positiven Rückmeldungen zu Solar Conze im Forum haben natürlich auch geholfen, dass ich mich unter den drei favorisierten Angeboten, die sehr nah beieinander lagen schlussendlich für dieses Unternehmen entschieden habe.

    Wir werden folgende Hardware bekommen:

    • 38x SolarWorld 260 WP Mono Module = 9,88 kWp
    • Fronius Symo 8.2-3-M
    • Fronius SmartMeter für 70% Weich
    • Würth Zebra Unterkonstruktion

    Es kommen voraussichtlich 22 Module auf die etwas bessere Westseite für mehr Erträge am Nachmittag/Abend, wo voraussichtlich mehr Verbrauch sein wird. Und 16 Module auf die Ostseite.

    Belegung PV

    Auf dem Bild fehlt ein Modul auf der Ostseite, wo noch unklar ist, wie das platziert wird. Weiterhin stehen die exakten Positionen der Dachfenster noch nicht fest. Diese warten wir noch für die finale Planung der Module ab.

    Solar Conze liefert die Anlage „Schlüsselfertig“. Inklusive Anmeldung beim Energieversorger. Die Anlage wird montiert werden, sobald das Dach gedeckt ist. So kann das Gerüst von Weberhaus vom Solarteur mitbenutzt werden und wir sparen die Gerüstkosten.

    Wenn Solar Conze die Anlage genauso professionell und sympathisch umsetzt, wie die Unterstützung und Beantwortung aller Fragen bisher, haben wir auch hier genau den richtigen Anbieter gewählt.

    Garage

    So stelle ich mir eine Garage vor! Und so ein Oldtimer hat auch was.

    So stelle ich mir eine Garage vor! Und so ein Oldtimer hat auch was. (c) http://www.petrolicious.com/12-gauge-garage

    Holz, Stahl oder Beton? Das sind wohl die gängigsten Formen für Fertiggaragen. Mauern kam bei uns nicht in Frage, es sollte schon eine Fertiggarage sein.

    Stahl war ziemlich schnell raus. Gefällt uns nicht, die Nachteile werden auch durch die sehr günstigen Preise meiner Meinung nach nicht überkompensiert.

    Bleiben Beton und Holzständerbauweise. Unser Architekt hat zu einer Betongarage geraten. Über die Vor- und Nachteile von Beton zu Stahl ist im Netz wirklich viel zu finden. Deshalb hier wirklich nur die Kurzform und dann die Begründung unserer Entscheidung.

    Vorteile Beton:

    • Garage kommt in einem Stück. Inklusive Boden. Kein Abdichten nötig.
    • Nur Streifenfundamente nötig
    • Dachrinne in der Regel unsichtbar, Fallrohr innen
    • Kein Kondenswasserschutz notwendig
    • Mit Dübeln lässt sich alles befestigen. Aber einen guten Bohrhammer braucht es für die Löcher

    Nachteile Beton:

    • Schwerlasttransport, sowie viel Platz bei Anlieferung notwendig
    • Belüftung und Isolierung schwieriger
    • Kein Kondenswasserschutz, aber dennoch starke Kondenswasserbildung wenn es kalt wird
    • Sondergrößen sehr teuer

    Vorteile Holzständer:

    • Wenig Kondenswasserbildung
    • Sehr gute Belüftung
    • Lange Lebensdauer
    • Sondermaße problemlos und günstig möglich
    • Anbringen von Regalen, Innenwänden, Isolierungen, etc. problemlos selbst zu machen
    • Geringe Fehlerquellen durch Vorfertigung

    Nachteile Holzständer:

    • Einsatz unter Erdruck ggfs. problematisch
    • Montage als einzige Fehlerquelle, da vorgefertigt

    Für uns war wichtig, dass unser Sondermaß bezahlbar bleibt. Ursprünglich hatten wir mit einer Standardgröße von 3x9m geplant. Das wäre z.B. bei Zapf Betongaragen gut und günstig möglich gewesen. Unser Architekt hat uns aber sehr schnell davon überzeugen können, dass 3m sehr knapp bemessen sind. Also sind wir auf 3,40m x 9m geschwenkt. Der Preis der Betongaragenangebote hat sich dadurch teilweise verdoppelt! Immer wurde es jedoch erheblich teurer. Bei Holzständer waren die Aufpreise sehr moderat.

    Weiterhin möchte ich im Arbeitsraum Gartenutensilien, wie den Rasenmäher und mein Alltagsfahrrad lagern. Beides freut sich über die geringere Feuchtigkeit einer Holzständergarage. Die Trennwand zwischen Garage und Arbeitsraum kann ich problemlos in Eigenleistung machen. Wieder ein paar hundert € gespart. Außerdem kann ich meiner Kreativität freien Lauf beim Planen und Umsetzen der Einbauregale lassen und diese bei Bedarf auf neue Bedürfnisse anpassen.
    Elektroinstallation ist ebenfalls kein Problem bei Holz. Bei Bedarf kann man die Garage mit einfachen Mitteln nachträglich isolieren (wird wohl nicht nötig sein). Anbringen von Regalen oder Halterungen ist ebenfalls kein Problem und sogar einfacher, als bei Beton.

    Alles in allem überwiegen für uns die Vorteile beim Holzständerbau. Vor allem die Flexibilität bei der Größe und Innenausbau sind für uns maßgeblich.

    Ich habe zig Anbieter von Fertiggaragen (Holz, Stahl und Beton) angeschrieben und Angebote verglichen. Dazu dann natürlich Erfahrungsberichte im Internet gelesen. Wie beim Hausanbieter findet sich zu jedem Anbieter auch was Negatives. Wichtig ist, dass dem gegenüber genügend positive Berichte stehen.

    Den Zuschlag hat dann Herr Gutsche von Systembox Garagen erhalten. Nicht das günstigste Angebot, aber auf jeden Fall noch unter den günstigeren Anbietern. Sympathischer und schneller Kontakt per Mail. Wir denken eine gute Wahl getroffen zu haben und sind gespannt. Wir werden berichten. 🙂

    SystemBox – http://www.garagenbox.com/

    Die Eckdaten:

    • 3,40m x 9m
    • abgetrennter Arbeitsraum hinten mit Trennwand in Eigenleistung
    • 120x60cm Kippfenster im Arbeitsraum
    • 100x200cm Nebentür im Arbeitsraum zur Terasse hin (ggfs. vergrößern wir auf 125cm)
    • elektrisch betriebenes Tor mit Handsender
    • Tastencody (öffnen des Tores über PIN Eingabe)

    Den Beitrag habe ich schon vor ca. 2 Wochen vorgeschrieben. Allerdings kann es sein, dass wir die Garage nach hinten schieben, weil wir recht eng im Budget sind, wenn die Baunebenkosten höher werden, als erwartet.