Archiv der Kategorie: Technik

Alles zum Thema Haustechnik, Heizung, Sanitär

Heizkosten 2017

Wir sind mal wieder einige Beiträge hinterher. Vor allem im Garten und beim Teich hat sich viel getan. Aber auch unser Gästezimmer nimmt Form an. Damit muss ich euch leider noch vertrösten. Momentan ist einfach zu wenig Zeit für den Blog.

Aber da ich das jetzt schon dreimal per Mail beantwortet habe, hier ein paar Infos zu unseren Heizkosten in 2017.

2017 war ja das erste Jahr, welches wir komplett im Haus gewohnt haben. Und unsere Heizkosten für das gesamte Jahr betragen:

467,34 € für 1.954,60kWh Strom aus dem wir 8540kWh Wärme erzeugt haben.

In dem Stromverbrauch ist die Kühlung im Sommer enthalten.

Arbeitszahl war in 2017 bei etwa 4,4 inkl. Kühlung im Sommer, die sich sehr negativ auf die Arbeitszahlen auswirkt, da wir keinen Wärmemengenzähler haben, der das erfassenkann.

Das ganze für 252qm beheizte Wohnfläche. Zum Vergleich unsere 74qm Wohnung hat nie unter 600€ Heizkosten gekostet. Meistens waren es 650-700€. Fairerweise muss man hier sagen, dass zur Wohnung natürlich noch die Hausflure, etc. gehören.

Davon muss noch der Photovoltaikstrom abgezogen werden. Da wir Warmwasser ab 12:45 Uhr bereiten haben wir fast das ganze Jahr über den Stromverbrauch für die Warmwasser Erzeugung aus der PV abgedeckt. Durch die Taganhebung der Heizkurve um ein Grad verlagere ich möglichst viel Verbrauch in die PV Zeit. So haben wir in den Wintermonaten einen Eigenverbrauch von 65-90%. Es kommt wenig runter und das verbraucht fast die Wärmepumpe alleine. An sonnigen Tagen versuchen wir möglichst unsere Wäsche zu waschen, die Spülmaschine laufen zu lassen, etc.

In der Übergangszeit (ab ca. 2-5 Grad Außentemperatur) müssen wir sowieso nur tagsüber ein paar Stunden heizen. Und das können wir dann auch überwiegend von der PV abdecken. Dezember – Januar bei Temperaturen um und unter 0 Grad läuft die Wärmepumpe allerdings durch und an schlechten Tagen kommt auch logischerweise kaum was vom Dach: Wenig Sonnenstunden, flach stehende Sonne und unsere Module haben nur 24 Grad Neigung. Da hilft dann auch die Ost/West Anlage nicht (weniger Gesamtertrag, dafür früher morgens und bis später Abends Strom als eine Süd Anlage).

Das ganze bei einer Raumtemperatur von 21-22 Grad. Cati friert schnell mit ihrem Fell. Wenn im Winter die Sonne scheint gehen die Raumtemperaturen auch nochmal deutlich nach oben.

Fazit: Ich denke wir heizen sehr sehr günstig, haben Arbeitszahlen die so manche Solewärmepumpe übertreffen und das mit einer ~3000€ Wärmepumpe. Die PV dürfte die Kosten nochmal deutlich senken. Bleibt mehr Geld, um den Kredit schneller los zu werden.

Fazit 2: Gute Planung bei Dämmung, Lüftungsanlage, Heizflächen, Wärmelieferant in Kombination mit Photovoltaik zahlt sich aus.

 

Die Lüftung dämme ich wenn es kalt ist..

…und dann war es plötzlich kalt im November und Frisch- und Fortluft waren nicht gedämmt. Die Frischluft, welche von außen ins Gerät kommt hat natürlich bis zum Gerät die Außentemperatur.

Die Fortluft aus dem Gerät hat 90-95% der Wärme entzogen bekommen, um die Zuluft in die Räume wieder aufzuheizen. Ist also ebenfalls nahe an der Außentemperatur. Die Isopipe Rohre von Zehnder, die ich verwendet habe bestehen schon aus Schaumstoff. Also quasi aus Dämmung. Dennoch habe ich bei 0 Grad AT Temperaturen an den Rohren von 15 Grad gemessen. Das kühlt zum einen den Keller (der bei uns ja beheizt und in der thermischen Hülle ist) und kann bei zu großem Temperaturunterschied dann tatsächlich auch zu Kondenswasser führen.

Deshalb war klar, dass ich die Rohre noch dicker dämmen werde. Armaflex in 3cm dicke und und entsprechender Kleber liegen seit Monaten bereit und ich schiebe das vor mir her. Ist ja noch warm draußen…

Jetzt wurde es aber Zeit. Das Armaflex lässt sich an und für sich sehr gut verarbeiten. Mit den Isopipe Rohren habe ich ein paar Schwierigkeiten, die die Sache etwas aufwendiger machen. Zum Einen sind da die Verbindungsstücke mit deutlich größerem Durchmesser und zum anderen sind da die Bögen. Beides zusammen ist dann nochmal eine besondere Herausforderung.

Wie bei allem, was man macht…beim zweiten Mal wird es besser. Die ersten Nähte waren nicht so schön verklebt. Die Zweiten dann schon wesentlich sauberer und schöner. Gleiches gilt für die Schnitte und vor allem auch die Bögen.

Schneiden, Kleben, Sauerei

Schneiden, Kleben, Sauerei

Die erste Klebenaht war…solala…

Die ersten Rohre gedämmt

Die ersten Rohre gedämmt

Challenge accepted! Die Fortluft habe ich noch nicht überall verklebt und so konnte ich diese komplett abnehmen und schön auf dem Boden in Ruhe und Bequem mit Dämmung versehen. Die Frischluft hingegen ist schon fest mit Ringraumdichtung verbaut, ausgeschäumt und komplett verklebt. D.h. die schwierigste Stelle durfte ich von der Leiter aus in beengtem Raum machen. Aber auch das ging. Auch hier konnte ich mir wieder mit Spanngurten die Arbeit erleichtern.

Challenge accepted!

Challenge accepted!

Die Bögen werden nach berechneter Schablone in zwei Teilen geschnitten. Diese werden dann auf der einen Seite verklebt und um den zu dämmenden Bogen gelegt bevor die andere Seite verklebt wird. Für das Anlegen der Schablonen gibt es bei Armaflex ganz brauchbare Anleitungen.

Der untere Übergang ist erstmal provisorisch. Das passt so nicht, wie ich mir das gedacht hatte, da die beiden Rohre zu nah aneinander sind. Ich weiß auch schon, wie ich das löse…denke ich…

Challenge won!

Challenge won!

Weberhaus hat bei der Planung der Abwasserrohre leider die Lüftung nicht beachtet. Und der Platz war eh schon knapp. Durch die 3cm Dämmung wurde es nicht besser. Das dickere Verbindungsstück der Isopipes habe ich dann entsprechend gesetzt. Meine Rohrschellen sind mit Dämmung natürlich zu klein und müssen ersetzt werden. Im Baumarkt gibt es nichts ausreichend großes, also habe ich provisorisch erstmal mit Paketschnur die Schellen verlängert.

Fortluft gedämmt

Fortluft gedämmt

Bis jetzt habe ich noch keine Temperaturen unter 19 Grad an den Rohren gemessen. 3cm mehr Dämmung macht also einen deutlichen Unterschied. Das Armaflex ist nicht billig, aber super zu verarbeiten. Auch der Kleber funktioniert echt gut. Kurz antrocknen lassen, dann die Klebestellen kurz aufeinander pressen und es hält!

Es werde Licht

Beim Türzargenbau wurde es mal wieder deutlich. Mit Bleistift Stelle markiert…kurz Werkzeug geholt…ja verflixt…wo ist die Stelle hin?? Die kleine 6W Osram LED Lampe macht wirklich ein sehr schönes und warmes Licht. Sehr gemütlich. Aber zum Arbeiten im 25qm großen Raum, wenn die Arbeit auf dem provisorischen Tisch am Rand des Raumes passiert taugt es überhaupt nicht. Einfach zu wenig Licht für den großen Raum und zum Arbeiten darf das Licht auch etwas kälter sein.

Leuchtstoffröhren tun im Keller super. Aber die sind sooo 90er! Und 80er! Und davor. Und als modernere Alternative folgendes LED Panel gefunden:

Yorbay LED Panel

Bewertungen bei Amazon sehr viel versprechend. Also mal bestellt. Irgendwie liest es sich aus den Bewertungen heraus, dass hier ein Befestigungsset mit Drahtseilen für die Deckenbefestigung dabei ist. Ist es aber nicht, sondern nur wie auf den Fotos Klammern für eine abgehängte Decke.

Das mit den Drahtseilen gefällt mir sowieso nicht, weil ich im Keller die Lampe möglichst hoch anbringen möchte, um den gesamten Raum bestmöglich auszuleuchten. Also habe ich mir was gebastelt.

Von Weberhaus waren noch ein paar Latten übrig. Die lagen eine Weile draussen. Haben auch ein bisschen Farbe und sonstigen Dreck abbekommen. Aber das bekommt man wieder hin.

Erstmal zurecht gesägt:

Zurecht gesägter Rahmen

Zurecht gesägter Rahmen

Und dann abgeschliffen. Unterschied, wie Tag und Nacht.

Vor dem Schleifen / Nach dem Schleifen

Vor dem Schleifen / Nach dem Schleifen

Vor dem Schleifen / Nach dem Schleifen

Vor dem Schleifen / Nach dem Schleifen

Dann habe ich den Rahmen mit Weißleim zusammen geklebt. Dafür fehlt es mir an Schraubzwingen (note to myself: zwei größere Schraubzwingen besorgen). Also hab ich ihn behelfsmäßig irgendwo eingeklemmt. Geht irgendwie auch.
Auf den Rahmen habe ich dann ein paar Magnete geschraubt. Jeder davon hält angeblich 10kg. Zwei Schrauben habe ich soweit schonmal rein gedreht, dass die Enden raus gucken. Nach dem Ausmessen der Position an der Decke kann ich dann mit den Schrauben die Stellen für die Dübel markieren.

Der fertige Rahmen mit Magneten

Der fertige Rahmen mit Magneten

Nachdem die Dübel gesetzt sind nur noch den Rahmen an der Decke befestigen. Lampe anschließen…

An der Decke befestigt

An der Decke befestigt

…den Trafo verstauen und klick hängt die Lampe an den Magneten. Noch mittig ausrichten und es werde Licht…

Hält!

Hält!

Und leuchtet!

Und leuchtet!

Das ganze war in 1-2h erledigt und ich kann endlich vernünftig im Keller basteln.

Lüftung einregulieren und Inbetriebnahme

Paule habe ich ja selber verbaut. Die Lüftungsleitungen kamen von Weberhaus. Das Material im Hauswirtschaftsraum und Paule selbst von Inovatech. Also Paule dann verbaut war habe ich alle Ventile in wenig genutzten Räumen einfach fast zugedreht und vor allem den im Schlafzimmer ganz aufgedreht. Die Stammleser erinnern sich bestimmt an unsere nächtlichen Alarme.

Lüftungsleitungen und Paule

Lüftungsleitungen und Paule

Mit leicht geöffneter Schlafzimmertüre ging das dann. Co2 Werte im Schlafzimmer sind meist unter 1250ppm geblieben und damit gab es keine Alarme. Iris möchte die Tür aber gerne zu haben. Zweimal getestet, zweimal nachts geweckt worden…doof. Iris wollte natürlich den Alarm ausgebaut haben. Aber das ist ja nicht die Lösung des Problems…der Co2 Wert ist das Problem nicht der Alarm.

Weberhaus hat dann die Türen nochmal gekürzt. Denn die Überströmöffnungen waren viel zu klein. In Schlaf- und Wohnzimmer z.B. gerade mal 2-3mm.

Also nachgedacht. Luft sucht sich den Weg des geringsten Widerstands. Im Keller waren noch keine Ventile montiert. Also schnell mal drei bestellt und installiert. Hilft tatsächlich, die Tür kann jetzt sogar „meistens“ fast geschlossen bleiben. Aber so ganz optimal ist das ganze nicht.  Auch habe ich die Luftmenge nachts deutlich erhöhen müssen, damit es im Schlafzimmer nicht piept. Tagsüber reichte selbst vor dem Einregulieren die kleine Stufe und wir bekommen nirgendwo mehr als 700ppm, meist sogar deutlich weniger. Auch mit 2 Personen und Hund im Zimmer nicht.

Das ganze war natürlich ein reines Gebastel und ich hab damit auch nur versucht die Zeit bis zum richtigen einregulieren zu überbrücken. Denn dafür fehlte uns noch die Abluft im Keller, die Weberhaus vergessen hatte. Diese wurde dann endlich vor ca. 3 Wochen nachgeholt.

Bei Zehnder (Paul gehört zu Zehnder) hätte die Inebtriebnahme und das Einregulieren 320€ pauschal gekostet. Sehr fairer Preis und wer sollte das besser können, als der Hersteller? Inovatech vielleicht. Ihr erinnert euch vielleicht, dort habe ich Paul und das ganze Zubehör zum Anschließen von Paul gekauft. Die Jungs haben mich damals beim Zusammenstellen des nötigen Zubehörs unterstützt und stundenlang am Telefon beraten. Service war super und die Jungs sind wirklich absolut kompetent in dem was sie tun. Der Preis war leider fast doppelt so hoch, aber ich hab mich dann überzeugen lassen und Inovatech hat mich nicht entäuscht.

Der Chef persönlich hat deutlich über 6h hier verbracht. Vereinbart waren bis zu 4h. Er hat sehr penibel gearbeitet. Jeden Raum zigmal durch gemessen…aber fangen wir von vorne an.

Nach der Begrüßung ging es gleich in den Keller. Installation fand er gut….“Wo ist denn der Siphon?“. „Ja, äh…damit hatte ich es nicht so eilig. Dachte der hat noch Zeit?!“.
Im Sommer fällt eh kein Kondenswasser an und ich hatte ja einen Eimer drunter. „So zieht sich das Gerät durch den Unterdruck aber Dreck rein!“. Mhh…hat er mir dann auch gezeigt. Da war schon eine leichte Schicht Staub überall. Hat er dann schnell gereinigt. „Ich guck, mal was ich im Auto habe…“. Kurz darauf war der Siphon installiert. Top Service, fängt gut an.

Bei Inovatech haben wir auch noch den Entalpietauscher und neue Filter bestellt. Die neuen Filter wurden als nächstes installiert. War auch nötig:

Frisch- und Fortluftfilter

Frisch- und Fortluftfilter

In der Frischluft hatten wir über Monate kein Insektenschutzgitter. Deshalb kommen die Viecher dann bis zum G7 Filter. Sieht nicht schön aus…normalerweise hätte man das alles ins Haus gelüftet.

Er hat dann wirklich penibel jeden Raum mehrfach durchgemessen. Bis die Luftmengen der jeweiligen Nutzung der Räume exakt entsprochen haben. Im (Problem-)Schlafzimmer wurde so die Luftmenge deutlich erhöht. Außerdem haben wir einige Tellerventile durch Gitterventile ersetzt und die Luftmenge im Kanal dahinter gedrosselt. Das hat z.B. im Schlafzimmer den Effekt, dass die Luft im Raum wesentlich besser verteilt wird und nicht größtenteils hinterm Schrank landet oder den direkten Weg aus der Tür wählt. Weberhaus hat im Schlafzimmer leider eine sehr ungünstige Position für die Zuluft gewählt. Udo hat mit ein paar Tricks aber das Optimum herausgeholt. Er wurde auch nicht müde jede Kleinigkeit ausführlich und kompetent zu erklären und Fragen hatte ich viele.

Wir fahren die Lüftung jetzt nachts auf mittlerer Stufe und tagsüber auf kleiner Stufe. Reicht uns völlig. Im Schlafzimmer ist die Situation deutlich entspannter. Allerdings scheinen die Überströmöffnungen der zwei Türen (Schlafzimmer und Ankleide) immer noch zu klein zu sein. Hier mal ein paar Nächte im Vergleich:

Co2 Schlafzimmer

Co2 Schlafzimmer

Überwiegend sind wir unter 750ppm im Schlafzimmer. Die zweite Nacht die im Graphen zu sehen ist, hatten wir beide Türen einen Spalt geöffnet. Woher der Peak kommt?! Die Nacht danach beide Türen geschlossen. Danach Ankleide offen und Schlafzimmertür geschlossen. Warum der Graph der letzten Nacht so unruhig ist…keine Ahnung.

Zur Erklärung muss man noch erwähnen, dass wir im OG zwei Abluftventile haben. Eins in der Ankleide mit etwa 10m3/h und der Großteil geht über das Bad mit 50m3/h.

Vor der Arbeit von Udo waren wir mit geschlossener Türe immer bis über 1250ppm…ALLAAARRRMMM jemand wacht auf und macht ein Fenster oder die Türe auf und wir schlafen weiter. Und das bei deutlich höherer Lüftungsstufe.

Bis auf das Schlafzimmerproblem waren die Co2 Werte überall schon vorher ganz gut. Aber nach der Einregulierung von Udo Stäudten von Inovatech sind auch hier die Werte nochmal deutlich besser geworden. Und das bei kleinerer Stufe am Gerät und damit weniger Stromverbrauch.

Wenige Tage drauf gab es noch das Inbetriebnahmeprotokoll und

Fazit:

Die Anlage lief vorher schon gut, aber es gab noch viel Potential nach oben, welches Udo Stäudten dann genutzt hat. Luftqualität ist bei kleinerer Stufe jetzt durchgehend noch besser. Stromverbrauch dadurch dann nochmal geringer.
Auch ist Udo mit uns die komplette Installation durch gegangen. Beruhigend zu wissen, dass die Umsetzung soweit gut ist und bis auf Kleinigkeiten (fehlender Trockensiphon) nichts gemacht werden muss.

Ich hab jetzt keinen Vergleich zur Zehnder Inbetriebnahmen, wir sind aber absolut überzeugt, dass der Mehrpreis bei Inovatech jeden Cent wert war.

Den Entalpietauscher lasse ich jetzt übrigens erstmal im Regal im Keller. Obwohl die Luftfeuchte  in den letzten Tagen auf 30-45% gefallen ist. Wir hatten ein paar Probleme mit dem Parkett, weil der Estrich noch zu feucht war und die wenigen Stellen verschwinden gerade nach und nach. Vielleicht kommt der Entalpietauscher sogar erst im nächsten Winter zum Zug oder wenn es richtig kalt wird.

Und noch einen Mythos möchte ich zumindest für uns widerlegen:

Im hoch gedämmten Haus lassen sich keine signifikanten Temperaturunterschiede in einzelnen Räumen erreichen. Wir hatten schon Sorge, dass es uns im Schlafzimmer zu warm wird während der Heizphase. Die Fußbodenheizung in Schlafzimmer und Ankleide sind fast zugedreht und trotz Verteilung der warmen Luft durch die KWL haben wir 2-3 Grad weniger im Schlafzimmer, als im Rest des Hauses. Mehr zur Heizung…demnächst…

Photovoltaik Anlage

Ich habe mein Konzept zu Heizung, Lüftung und Photovoltaik ja schon grob vorgestellt. Deshalb hier nur eine kurze Zusammenfassung:

  • Wärmepumpe betreibt Fußbodenheizung und Warmwasser mit Strom
  • Wohnraumlüftung und sehr gute Dämmung (KFW40) sorgen für geringen Energieverlust
  • Luft-/Wasserwärmepumpe läuft bei hohen Außentemperaturen (tagsüber) am effektivsten
  • Maximale kWp Leistung ohne EEG Umlage, damit auch bei schlechtem Wetter und/oder Winter noch ein großer Beitrag zur Wärmeerzeugung geleistet werden kann
  • Warmwasser Erzeugung ab 12:30 Uhr Nachmittags zur Hauptertragszeit der PV und möglichst warmen Außentemperaturen
  • Nachtabsenkung von 3-5 Grad von 18-9 Uhr

Bei vielen Punkten sind noch einige Fragezeichen dran. Ich hab keine Ahnung, wie die Erträge im Winter sein werden. Wie gut die Nachtabsenkung funktionieren wird. Ob das Haus wirklich so wenig Wärme verliert über Nacht, wie ich vermute/hoffe. Fragt mich das alles nach 2, 3 Wintern nochmal.

Ein Paar Dinge weiß ich aber jetzt schon mit Sicherheit. Die Investition für die PV Anlage wird sich mit ziemlicher Sicherheit auszahlen. Wenn man sich ein wenig danach richtet kann man sehr viel von seinem Stromverbrauch in die Ertragszeiten legen (Wasch- und Spülmaschine, Staubsaugen, etc.). Das wird im Winter mit den kürzeren Tagen sicher schwieriger sein, als im Sommer. Aber sollte trotzdem ohne große Einschränkungen gehen.

Warmwasser-Erzeugung ist auch ohne Solarthermie Anlage für uns zumindest im Sommer komplett kostenlos. Bzw. es kostet uns 12,31 Euro Cent, die wir nicht einspeisen. Ich gehe davon aus, dass das selbst im Winter zu 95% funktionieren wird.

Hier mal ein paar aktuelle Daten und Beispiele. Insgesamt hat uns die Anlage jetzt schon deutlich über 800€ gespart oder über Einspeisung eingebracht.

So sieht die Übersichtsseite im Fronius Solarweb aus:

Übersicht Solarweb

Übersicht Solarweb

Aktuelle Leistung: nix (dunkel)
Aktueller Verbrauch: 233W
Netzbezug: 233W (kommt ja nischt vom Dach)

Heute haben wir 6,95€ erwirtschaftet. Insgesamt 841,88€. Der August war kein guter Monat. Mai und Juni waren recht gut. Oben rechts ist der Tagesverlauf von heute. Grün bedeutet Erträge > größer Verbrauch. Rot und Graph im negativem Bereich bedeutet Netzbezug.

Mal zum Vergleich ein sehr guter und ein sehr schlechter Tag:

Ein guter PV Tag

Ein guter PV Tag

Die Peaks sind in der Regel Wasch- oder Spülmaschine. Morgens das aufheizen der Espresso Maschine. Bei dem durchgehend hohem Verbrauch zur Tageszeit dürfte hier eine 400W Baustellenstrahler den Keller zum Streichen beleuchtet haben.

Und der bisher schlechteste Tag seit Inbetriebnahme ist gar nicht so lange her.

Ein schlechter PV Tag

Ein schlechter PV Tag

Es hat den ganzen Tag durch geregnet und nicht zu wenig. Aber durch die 10 kWp die auf dem Dach sind kommt selbst dann noch ordentlich Strom vom Dach und so konnten wir den Großteil des Stromverbrauchs selbst an diesem Tag mit der PV decken, wie man sieht.

Und hier unsere gesamten Stromkosten im Juni:

Stromkosten Juni

Stromkosten Juni

Für ein ganzes Haus, 2 Personen, viel Kochen, 4 Tage die Woche Arbeit im HomeOffice, Warmwasser, etc. sind 11,49€ ganz ok, würde ich sagen. Im Juli waren es 12,44€.

Und hier noch ein Diagramm des Eltako Stromzählers an der Wärmepumpe, den ich installiert und in myHomeControl eingebunden habe:

Stromzähler Wärmepumpe

Stromzähler Wärmepumpe

Man sieht, dass um 12:30 Uhr die Warmwasser-Erzeugung beginnt. Das Diagramm ist noch aus dem Juli, da war die Warmwassertemperatur im Speicher noch deutlich zu hoch. Haben wir jetzt  um ein paar Grad niedriger und die Peaks sind wesentlich kleiner.

Ich habe noch keinen Winter mit der PV hinter mir. Aber wenn ich die vorhandenen Daten hoch rechne. Für den Winter ordentlich was von den Erträgen abziehe (mehr als ich erwarte), dann werden wir die Investitionskosten in unter 8 Jahren raus haben. Und DAS überrascht mich jetzt. Ggfs. rentiert es sich durch den erhöhten Eigenverbrauch durch die Wärmepumpe im Winter sogar noch schneller. Warten wir es ab. Bis jetzt bereuen wir keinen Cent, den wir in die PV investiert haben. Ganz im Gegenteil.

Nicht in Solarthermie investiert zu haben, wie uns teilweise empfohlen worden ist, bereuen wir im übrigen auch nicht. Warmwasser ist auch so kostenlos. Solarthermie Überschüsse verpuffen, PV Überschüsse können wir einspeisen oder anderweitig im Haus nutzen.

Stromspeicher rentieren sich heute noch vorne und hinten nicht. Aber die Option haben wir uns für die Zukunft offen gehalten.

MiniPC für myHomeControl / StandBy Verbrauch

Auf Wunsch hier noch ein Bild vom MiniPC auf dem unsere Haussteuerung „myHomeControl“ läuft. Ich bin ein möglichst kein StandBy-Verbrauch Nazi, aber der Verbrauch von dem Ding war so niedrig, dass sogar ich das akzeptiert habe. Muss das Katalog Versprechen noch nachmessen. Angegeben waren glaube ich <5W.

Insgesamt haben wir mit dem ganzen Eltako EnOcean Zeug, laufender Wohnraumlüftung, laufender Heizung (im StandBy/Schnüffelmodus), MiniPC, Router, WLAN Repeater, einer schaltbaren EnOcean Steckdose (Permundo Smart Plug), etc. ca. 70W Stromverbrauch, wenn sonst alles im Haus ausgeschaltet ist. Ggfs. komme ich noch ein wenig weiter runter, muss nur Zeit finden das ein oder andere zu messen und auszuprobieren.

Mini-PC

Mini-PC

Verkabelung, etc. alles noch ein wenig provisorisch, bis ich einen passenden 19″ Schrank gefunden und installiert habe. Ist aber auf der Prioritätenliste gerade nicht sehr weit oben…

Schiebeläden…ENDLICH!

Jeden Morgen um 4 Uhr von der Sonne geweckt zu werden hat dafür gesorgt, dass ich tatsächlich morgens 1-2h früher aufgestanden bin, als sonst. Was…gar nicht sooo schlecht war. Aber ein abgedunkeltes Schlafzimmer ist uns zum Schlafen dann doch lieber.

Bei der Montage des Hauses wurden die Schiebeläden aber nicht montiert, sondern auf einer Palette im Garten liegen lassen. Macht die Endmontage.

Dann wurde das Gerüst abgebaut und ein paar Wochen später kommt die Fertigmontage. Mhh…da kommen wir aber nicht dran. Da müssen wir ein Gerüst oder Hubwagen bestellen. Machen die Kollegen dann bei den Restarbeiten.

Dann sind wir eingezogen und endlich kommt der Termin für die Restarbeiten. Alle werden super und zu unserer Zufriedenheit erledigt, bis auf ein, zwei Kleinigkeiten…und dann ran an die Schiebeläden!

„Dafür brauchen wir aber ein Gerüst oder einen Hubwagen!“. Komisch, das haben die letzten Monteure auch schon gesagt. „Naja, wir packen die mal aus und gucken, was wir machen können.“. Die lagen nun aber seit Februar, bei Wind und Wetter im Dreck. Und dementsprechend sahen die auch aus. Wurden also erstmal mit ins Werk zur Begutachtung genommen.

Sind dann gereinigt worden und im dritten Anlauf hat es dann geklappt. Doch von der Leiter aus. Aber es ging. Und jetzt haben wir es im Schlafzimmer schön dunkel, was die Fotos leider nicht wiederspiegeln. Das Objektiv der kleinen Kompaktkamera von Sony ist so Lichtstark, dass es auf dem Foto noch ziemlich hell aussieht. Ist es aber nicht. Ein bisschen Licht kommt durch, aber zum Schlafen ist es Bombe so.

Schiebeläden

Schiebeläden

Zum Vergleich unsere normalen Rollläden die auch ziemlich dunkel machen. Auch hier sieht es nach ziemlich viel Licht aus. Aber Rollläden machen ziemlich dunkel, kennt ja jeder.

Rollläden

Rollläden

Von außen hatten wir uns die Führungen etwas weniger klobig vorgestellt. Aber das geht durch den Dachüberstand fast unter. Farbe ist RAL9013, wie bei der Attika der Garage. Passt wirklich gut.

Ost-Seite mit 153cm breiten Fenstern.

Schiebeläden

Schiebeläden

West-Seite mit 180cm breiten Fenstern. Ein Auge keck geschlossen. 🙂

Schiebeläden

Schiebeläden

Gefallen uns sehr gut. Wir sind sehr zufrieden. Ein kleines Problemchen gibt es aber noch. Die West-Seite sollte eigentlich elektrisch sein. Leider wurden nur 4 adrige KNX Kabel in den Keller verlegt. Für normale elektrische Rollläden reicht das wohl auch. Die Schiebeläden brauchen aber 5 Adern. Aber das wird Weberhaus auch noch hinbekommen.