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Wärmepumpe gedämmt

Wollte ich eigentlich schon vor der letzten Heizperiode gemacht haben. Gab aber so viel anderes zu tun, dass ich das erst heute erledigt habe.

Mich stört, dass an der Geisha die Warmwasserleitungen und auch die Kältemittelleitungen und Pumpe komplett ungedämmt draußen stehen. Die Verluste dürften zwar nicht gravierend sein, aber hier lässt sich mit sehr wenig Aufwand noch ein wenig Effizienz zu holen sein.

Von der Sauna ist noch Steinwolle von Rockwool übrig also ran ans Werk.

Vorher:

Vorher

Nachher:

Nachher

Die Wärme empfindlichen Bauteile und Pumpenelektronik sind weiter links unter gebracht. Die Pumpe selbst sollte das auch im Hochsommer abkönnen. Ich erwarte also keinerlei Probleme durch meine Tuningmaßnahme.

Jetzt heizen wir wirklich…

Seit gestern läuft sie dann doch, unsere japanische Geisha von Panasonic. Nur tagsüber für maximale Photovoltaikdeckung und nur mit 25 Grad Vorlauf. Ab 10:30 Uhr gibt es eine Sollwertverschiebung der Heizkurve um +1 und erst dann beginnt sie zu heizen. Irgendwann am späten Vormittag ist die Vorlauftemperatur dann erreicht und sie moduliert das erste mal runter auf eine kleinere Verdichterfrequenz. Stromverbrauch sinkt dann auf etwa 500W. Ab 12:45 Uhr wird Warmwasser gemacht und kurz danach moduliert sie noch weiter runter und pendelt sich bei 400W ein. Ab spätestens 19 Uhr, wenn die Sollwertverschiebung raus genommen wird, geht sie dann wieder aus. Heute war die Rücklauftemperatur schon vorher hoch genug (das Haus nimmt nicht mehr genug Wärme ab), dass sie schon vorher abgeschaltet hat. Bei den noch relativ milden Temperaturen brauchen wir also nur sehr wenig heizen für angenehme Raumtemperatur von 21-22 Grad.

Kurz: Wir müssen fast erst ab November heizen. Können durch den noch sehr geringen Wärmebedarf überwiegend mit Solarstrom heizen und haben immer noch kaum Kosten für Warmwasser und Heizung.

Bald kommt dann die Zeit der noch geringeren Photovoltaik Erträge und der geringeren Temperaturen und damit dann die einzigen 2-3 Monate in denen wir nennenswerte Heizkosten haben. Schön, schön.

 

Wir heizen!

Heute Nacht nach einigen bewölkten Tagen und Außentemperaturen von 8 Grad ist zum ersten Mal die Temperatur im Haus unter 20 Grad gefallen und wir haben zum ersten mal in der Heizsaison die Heizung nicht nur zum Warmwasser machen an.

Bei den Nachbarhäusern waren die meisten Wärmepumpen schon seit dem frühen September in Betrieb. Seit wann heizt ihr diese Saison?

Ich gehe davon aus, dass wir bis es deutlich kühler wird nur tagsüber und auch nicht durchgehend heizen werden müssen. War zumindest im letzten Jahr so. Dadurch habe ich dann eine sehr gute Photovoltaik Abdeckung und kaum echte Kosten.

Stromverbrauch Wärmepumpe

Das sie nach der Warmwasserbereitung, erkennbar am hochmodulieren und damit Anstieg des Stromverbrauchs ab 12:45 Uhr, kurz aus war, war mein Fehler. Und das sie wiederum erstmal mit ~700W Verbrauch und relativ hoher Verdichterfrequenz fährt liegt am ausgekühlten Estrich. Vorlauft-/Rücklauftemperatur ist am Anfang bei 25/20 gewesen. Jetzt gegen Abend ist sie bei 25/23 angekommen und dürfte sich jeden Moment abschalten und das reicht dann vermutlich auch, um morgen gar nicht heizen zu müssen, da die Temperaturen noch sehr mild sind.

Wärmepumpenverbrauch doch nicht zu hoch…

…hätte ich eigentlich auch sofort und selber drauf kommen können. Bin ich aber nicht. Der User „skyme“ aus dem Haustechnikdialog.de hatte den entscheidenden Hinweis.

Die schlechten AZ in den Sommermonaten kommen natürlich durch die Kühlung! Ich kann mit der Wärmepumpe ja auch kühlen, was sich im Sommer sehr positiv bemerkbar macht. Dadurch, dass wir bei hohen Außentemperaturen alles Verschatten ist es eigentlich immer gut auszuhalten im Haus. Wenn es aber eine sehr lange Hitzeperiode gibt und davon hatten wir ein paar ist die Kühlung sehr angenehm und bringt die Temperatur im Haus nochmal 2-3 Grad geschätzt nach unten und das macht dann schon einen großen Unterschied.

Mein Wärmemengenzähler kann aber die Energie die bei der Kühlung dem Haus zugeführt wird nicht zählen. Der Stromzähler den Verbrauch aber schon. Daher die schlechten Arbeitszahlen in den Sommermonaten. Verbrauch ist dann für Warmwasser + Kühlung. Im Sommer komplett von der Photovoltaik abgedeckt. D.h. kostenlos Warmwasser und Kühlung, da wir beides nur tagsüber und bei ausreichender PV Deckung machen.

Wärmepumpenverbrauch zu hoch

Also eigentlich ist unser Stromverbrauch für die Wärmepumpe sehr niedrig. Unsere Arbeitszahl ist sehr gut. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass wir ab 10-12 Grad draussen und bei Sonnenschein selbst darunter nicht mehr heizen müssen. Damit heizen wir also nur bei relativ niedrigen Temperaturen, wo bei Luft-/Wasserwärmepumpen die COPs eher schlecht sind.

Dadurch erreichen wir zwar immer noch sehr gute AZ, aber jemand mit einer höheren Heizgrenze und ähnlich niedrigen Systemtemperaturen würde noch bessere erreichen. Aber durch die niedrige Heizgrenze und immer noch guten AZ haben wir einen sehr niedrigen Stromverbrauch und damit kaum Heizkosten. Diese sind im Haus mit voll beheiztem Keller sogar deutlich niedriger, als in der Wohnung.

Allerdings war der Stromverbrauch in den letzten Monaten zur Warmwasser Erzeugung zu hoch für die erzielte Wärmemenge. Das hat sehr niedrige Arbeitszahlen von unter 2 zur Folge. Entweder ich habe ein paar Daten falsch abgeschrieben oder da stimmt etwas nicht. Bei den großen Temperaturhüben zur Warmwassererzeugung (wir heizen unser Warmwasser bis auf etwa 45 Grad auf) sind die AZ der Wärmepumpen bekanntlich niedrig. Aber nicht SO niedrig.

Werde mal nach dem Fehler suchen. Ein Grund kann sein, dass Intesis Home unsere Internet/Cloudbasierte Heizungssteuerung in den letzten Monaten massive Probleme hatte und damit die Wärmepumpe teilweise in nicht programmierten Modi lief. Das Problem hat Intesis scheinbar in den letzten Wochen endlich gelöst bekommen.

Ich halte euch auf dem Laufenden. Hier mal unsere Verbrauchsdaten seit ich aufzeichne.

Wärmepumpenverbrauch

Lüftung einregulieren und Inbetriebnahme

Paule habe ich ja selber verbaut. Die Lüftungsleitungen kamen von Weberhaus. Das Material im Hauswirtschaftsraum und Paule selbst von Inovatech. Also Paule dann verbaut war habe ich alle Ventile in wenig genutzten Räumen einfach fast zugedreht und vor allem den im Schlafzimmer ganz aufgedreht. Die Stammleser erinnern sich bestimmt an unsere nächtlichen Alarme.

Lüftungsleitungen und Paule

Lüftungsleitungen und Paule

Mit leicht geöffneter Schlafzimmertüre ging das dann. Co2 Werte im Schlafzimmer sind meist unter 1250ppm geblieben und damit gab es keine Alarme. Iris möchte die Tür aber gerne zu haben. Zweimal getestet, zweimal nachts geweckt worden…doof. Iris wollte natürlich den Alarm ausgebaut haben. Aber das ist ja nicht die Lösung des Problems…der Co2 Wert ist das Problem nicht der Alarm.

Weberhaus hat dann die Türen nochmal gekürzt. Denn die Überströmöffnungen waren viel zu klein. In Schlaf- und Wohnzimmer z.B. gerade mal 2-3mm.

Also nachgedacht. Luft sucht sich den Weg des geringsten Widerstands. Im Keller waren noch keine Ventile montiert. Also schnell mal drei bestellt und installiert. Hilft tatsächlich, die Tür kann jetzt sogar „meistens“ fast geschlossen bleiben. Aber so ganz optimal ist das ganze nicht.  Auch habe ich die Luftmenge nachts deutlich erhöhen müssen, damit es im Schlafzimmer nicht piept. Tagsüber reichte selbst vor dem Einregulieren die kleine Stufe und wir bekommen nirgendwo mehr als 700ppm, meist sogar deutlich weniger. Auch mit 2 Personen und Hund im Zimmer nicht.

Das ganze war natürlich ein reines Gebastel und ich hab damit auch nur versucht die Zeit bis zum richtigen einregulieren zu überbrücken. Denn dafür fehlte uns noch die Abluft im Keller, die Weberhaus vergessen hatte. Diese wurde dann endlich vor ca. 3 Wochen nachgeholt.

Bei Zehnder (Paul gehört zu Zehnder) hätte die Inebtriebnahme und das Einregulieren 320€ pauschal gekostet. Sehr fairer Preis und wer sollte das besser können, als der Hersteller? Inovatech vielleicht. Ihr erinnert euch vielleicht, dort habe ich Paul und das ganze Zubehör zum Anschließen von Paul gekauft. Die Jungs haben mich damals beim Zusammenstellen des nötigen Zubehörs unterstützt und stundenlang am Telefon beraten. Service war super und die Jungs sind wirklich absolut kompetent in dem was sie tun. Der Preis war leider fast doppelt so hoch, aber ich hab mich dann überzeugen lassen und Inovatech hat mich nicht entäuscht.

Der Chef persönlich hat deutlich über 6h hier verbracht. Vereinbart waren bis zu 4h. Er hat sehr penibel gearbeitet. Jeden Raum zigmal durch gemessen…aber fangen wir von vorne an.

Nach der Begrüßung ging es gleich in den Keller. Installation fand er gut….“Wo ist denn der Siphon?“. „Ja, äh…damit hatte ich es nicht so eilig. Dachte der hat noch Zeit?!“.
Im Sommer fällt eh kein Kondenswasser an und ich hatte ja einen Eimer drunter. „So zieht sich das Gerät durch den Unterdruck aber Dreck rein!“. Mhh…hat er mir dann auch gezeigt. Da war schon eine leichte Schicht Staub überall. Hat er dann schnell gereinigt. „Ich guck, mal was ich im Auto habe…“. Kurz darauf war der Siphon installiert. Top Service, fängt gut an.

Bei Inovatech haben wir auch noch den Entalpietauscher und neue Filter bestellt. Die neuen Filter wurden als nächstes installiert. War auch nötig:

Frisch- und Fortluftfilter

Frisch- und Fortluftfilter

In der Frischluft hatten wir über Monate kein Insektenschutzgitter. Deshalb kommen die Viecher dann bis zum G7 Filter. Sieht nicht schön aus…normalerweise hätte man das alles ins Haus gelüftet.

Er hat dann wirklich penibel jeden Raum mehrfach durchgemessen. Bis die Luftmengen der jeweiligen Nutzung der Räume exakt entsprochen haben. Im (Problem-)Schlafzimmer wurde so die Luftmenge deutlich erhöht. Außerdem haben wir einige Tellerventile durch Gitterventile ersetzt und die Luftmenge im Kanal dahinter gedrosselt. Das hat z.B. im Schlafzimmer den Effekt, dass die Luft im Raum wesentlich besser verteilt wird und nicht größtenteils hinterm Schrank landet oder den direkten Weg aus der Tür wählt. Weberhaus hat im Schlafzimmer leider eine sehr ungünstige Position für die Zuluft gewählt. Udo hat mit ein paar Tricks aber das Optimum herausgeholt. Er wurde auch nicht müde jede Kleinigkeit ausführlich und kompetent zu erklären und Fragen hatte ich viele.

Wir fahren die Lüftung jetzt nachts auf mittlerer Stufe und tagsüber auf kleiner Stufe. Reicht uns völlig. Im Schlafzimmer ist die Situation deutlich entspannter. Allerdings scheinen die Überströmöffnungen der zwei Türen (Schlafzimmer und Ankleide) immer noch zu klein zu sein. Hier mal ein paar Nächte im Vergleich:

Co2 Schlafzimmer

Co2 Schlafzimmer

Überwiegend sind wir unter 750ppm im Schlafzimmer. Die zweite Nacht die im Graphen zu sehen ist, hatten wir beide Türen einen Spalt geöffnet. Woher der Peak kommt?! Die Nacht danach beide Türen geschlossen. Danach Ankleide offen und Schlafzimmertür geschlossen. Warum der Graph der letzten Nacht so unruhig ist…keine Ahnung.

Zur Erklärung muss man noch erwähnen, dass wir im OG zwei Abluftventile haben. Eins in der Ankleide mit etwa 10m3/h und der Großteil geht über das Bad mit 50m3/h.

Vor der Arbeit von Udo waren wir mit geschlossener Türe immer bis über 1250ppm…ALLAAARRRMMM jemand wacht auf und macht ein Fenster oder die Türe auf und wir schlafen weiter. Und das bei deutlich höherer Lüftungsstufe.

Bis auf das Schlafzimmerproblem waren die Co2 Werte überall schon vorher ganz gut. Aber nach der Einregulierung von Udo Stäudten von Inovatech sind auch hier die Werte nochmal deutlich besser geworden. Und das bei kleinerer Stufe am Gerät und damit weniger Stromverbrauch.

Wenige Tage drauf gab es noch das Inbetriebnahmeprotokoll und

Fazit:

Die Anlage lief vorher schon gut, aber es gab noch viel Potential nach oben, welches Udo Stäudten dann genutzt hat. Luftqualität ist bei kleinerer Stufe jetzt durchgehend noch besser. Stromverbrauch dadurch dann nochmal geringer.
Auch ist Udo mit uns die komplette Installation durch gegangen. Beruhigend zu wissen, dass die Umsetzung soweit gut ist und bis auf Kleinigkeiten (fehlender Trockensiphon) nichts gemacht werden muss.

Ich hab jetzt keinen Vergleich zur Zehnder Inbetriebnahmen, wir sind aber absolut überzeugt, dass der Mehrpreis bei Inovatech jeden Cent wert war.

Den Entalpietauscher lasse ich jetzt übrigens erstmal im Regal im Keller. Obwohl die Luftfeuchte  in den letzten Tagen auf 30-45% gefallen ist. Wir hatten ein paar Probleme mit dem Parkett, weil der Estrich noch zu feucht war und die wenigen Stellen verschwinden gerade nach und nach. Vielleicht kommt der Entalpietauscher sogar erst im nächsten Winter zum Zug oder wenn es richtig kalt wird.

Und noch einen Mythos möchte ich zumindest für uns widerlegen:

Im hoch gedämmten Haus lassen sich keine signifikanten Temperaturunterschiede in einzelnen Räumen erreichen. Wir hatten schon Sorge, dass es uns im Schlafzimmer zu warm wird während der Heizphase. Die Fußbodenheizung in Schlafzimmer und Ankleide sind fast zugedreht und trotz Verteilung der warmen Luft durch die KWL haben wir 2-3 Grad weniger im Schlafzimmer, als im Rest des Hauses. Mehr zur Heizung…demnächst…

Was sonst noch so passierte…

Solche Beiträge wird es demnächst öfter geben. Es passiert einfach zu viel und wir kommen kaum zum Blog schreiben.

Die Jungs von meinem Heizi waren gestern den ganzen Tag wieder fleißig und haben unter anderem die Unterputzkörper für die Badarmaturen im OG vorbereitet.

Zu Paul gesellt sich Paula unser frisch getaufter Warmwasserspeicher von SHWT. Lange einen passenden gesucht und dann einen sehr gut passenden gefunden. Sehr großer Doppelrohr Wärmetauscher. Durch den Doppelrohr Tauscher kann dieser in der Höhe wesentlich kleiner ausfallen und befindet sich nur im unteren Teil des Speichers. D.h. beim Aufheizen des Speichers wird nicht die gesamte Mischung durcheinander gebracht. Das heisse Wasser bleibt oben im Speicher. Fotos von Paula folgen.

Überraschenderweise war gestern jemand neues von Weberhaus da. Ein nagelneuer Mercedes Vito mit Weberhausaufschrift fährt vor. Nanu? Wer kann das sein. Andreas…unser Fliesenleger stellt sich vor… Aber ist das nicht zu früh? Der Estrich muss doch noch trocknen. „Habt ihr auch Estrich an den Wänden?“. Haha, stimmt. Er hat dann schonmal das Gästebad vorbereitet und den Estrich für die bodentiefe Dusche gemacht. Ab Dienstag werden dann die Wandfliesen angebracht. Wir freuen uns.

Unser Maler hat gestern kurzfristig abgesagt. Eine andere Baustelle muss dringend fertig gestellt werden. Er war dann aber noch kurz da, um uns den Schlüssel wieder zu geben.

Die Maler von Weberhaus waren auch wieder sehr fleißig. Dachüberstände, Vordach, etc. sind nochmal frisch drüber gestrichen und strahlen in Weiß. Innen hat Eckhard den Erker fertig verspachtelt. Dieser hat wegen der fehlenden Dachfenster erst letzte Woche seine Gipsverkleidung bekommen. Sieht super aus. Sehr sehr sympathisch übrigens unsere Weberhausmaler. Freuen uns jedes mal, wenn sie da sind.

Eckhard wollte dann schon beginnen die Holzfassade nochmal zu streichen. Diese wird zu unserer Überraschung nochmal komplett von Weberhaus gestrichen. Langsam wird klar, warum die Verschalung so teuer ist. Nach ein paar Pinselstrichen hieß es dann antreten des Bauherren. „Ist das die Farbe, die ihr wolltet?“ … und zeigt auf ein sehr dunkles Grau, fast Anthrazit / Schwarz. Äh, ne…sicher nicht. Auf den Farbeimern steht die richtige Farbe: „Steingrau“. Aber das ist definitiv nicht unser RAL7030 Steingrau. Foto folgt. 🙂 Das verschieben wir dann.