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Zisterne

Ist schon ein paar Wochen her, hat nur keiner drüber reblogged. Wir haben unsere im Februar 2016(!!) bestellte und bezahlte 4.900 Liter Zisterne bekommen. Bestellt bei regensammler.de. Der Lieferant hat diese wirklich äußerst geduldig für uns aufbewahrt. Wir konnten die Zisterne erst so spät setzen, weil mit der Zisterne kein schweres Gerät mehr hinter das Haus fahren kann.

Als Pumpe habe ich mir eine T.I.P. EJ6 Plus ausgeguckt. Das Ding hat mächtig Bumms. Eine kleinere hätte vermutlich auch gereicht. Aber gerade bei der Beregnung ist der Wasserdruck eine extreme Verbesserung. Ich war mit der Leistung der Hunter Düsen vorher schon sehr zufrieden. Aber durch den höheren Wasserdruck ist das Wasserbild noch viel gleichmässiger und feiner. Es gibt eigentlich keine Pfützen mehr und eine sehr gleichmässige Beregnung.

Zisterne kostet ca. 1300€, Pumpe und Zubehör nochmal ca. 400-450€ + Kosten für den Tiefbauer (Loch Buddeln, Loch verfüllen). Den Rest und die Technik habe ich in Eigenleistung mit Iris Hilfe gemacht.

Nachdem die Zisterne installiert war, haben wir als einzige erstmal auf viel Regen gehofft. Und viel länger als ne Woche hat er nicht auf sich warten lassen und in Nullkommanix war die Zisterne voll.

Dann noch die Technik verbauen. Das ging auch fast alles reibungslos. Der Druckschlauch reisst ca. einmal wöchentlich direkt an der Pumpe ab. Und ich weiß auch genau warum…weil Geiz eben doch nicht immer so geil ist…

Ich habe den Schlauch genommen, den ich noch vom Keller leer saugen aus der Rohbauphase des Kellers hatte. Das war ein gar nicht sooo günstiger Schlauch vom Hornbach. Ich vermute er hat zu lange in der Sonne gelegen und PVC ist sowieso nicht das optimale für eine Zisterne mit Regenwasser. Das wusste ich auch vorher, aber der Schlauch war nunmal da. Zweimal habe ich es repariert … denn die Hoffnung stirbt zuletzt … und dann sündhaft teuren Kautschukschlauch bestellt. Ca. 60€ kosten 3m + Reserve, die ich brauche. Ich muss jetzt das T-Stück an der Zisterne wieder ausgraben und den Schlauch tauschen. Das geht aber erst, wenn der eingesägte Rasen im Bereich der Zisterne ein wenig weiter gewachsen ist. Im Moment müssen wir aber eh kaum Wässern, weil es genug regnet… (zum Rasen und Garten später mehr…da ist VIEL passiert…).

Dann blieb noch die Frage, wie steuern wir das ganze. Druckschalter oder nicht? Ich habe mich für die ganz einfache Variante entschieden. Keep it simple. Bei Druckschaltern reicht oft ein kleinstes Leck, dass die Pumpe regelmässig angeht, obwohl niemand Wasser zapft. Im besten Fall kostet das nur ein wenig Strom, im Schlimmsten geht die Pumpe kaputt. Da ist mir ein simpler Ein-/Ausschalter sympathischer. Aber nicht komfortabel genug. Und da ich noch ein paar Aktoren für Beleuchtung übrig habe, dachte ich mir…machste das über die Haussteuerung. Da die Eltako Aktoren mit der Pumpe knapp über der Spezifikation laufen würden (würde vermutlich auch ewig funktionieren), gehe ich auf Nummer sicher und habe einen Installationsschütz davor installiert. Das ist nichts anderes, als ein Magnetschalter der über den Lampen Aktor geschaltet wird und einen höheren Strom auf einem weiteren Stromkreis Ein- und Ausschalten kann. So müssen wir bei Wasserbedarf einfach nur über die Haussteuerung die Pumpe einschalten (myHomControl oder Apple HomeKit) und fertig. Zusätzlich kann ich bei Bedarf an beliebiger Stelle beliebig viele Schalter dafür installieren. Ein Hoch auf EnOcean. 🙂

Schön und gut…aber rechnet sich das denn? Irgendwann bestimmt. Wir sparen dadurch Wasser- und Abwasserkosten, weil wir die Zisterne bei der Stadt anmelden können und dann weniger für die Grundstücksentwässerung zahlen. Aber die Zisterne wird sich nicht innerhalb weniger Jahre selbst finanzieren, wie z.B. die Photovoltaik. Aber wir wollen das weiche Wasser für den Garten haben, was den Pflanzen wesentlich angenehmer ist, als das Leitungswasser. Außerdem ist Frischwasser für die Gartenbewässerung absolute Verschwendung. Auch wenn es in Deutschland keine Mangelware und günstig zu haben ist. Es muss sich auch nicht immer alles „rechnen“. Manchmal rechnet sich der Umweltgedanke allein.

Das Loch haben wir mit einem Bauzaun abgesichert. Fällt man da rein, kommt man ohne Leiter nicht mehr raus.

Loch

Wegen der Einfahrt der Nachbarn und einer Lieferung Pflastersteine, die im Weg stand, war das ganze relativ heikel abzuladen. Es ging gerade so innerhalb der Spezifikation des Autokrans. Der Fahrer musste ein paar Tricks raus holen. Ging dann aber Reibungslos.

Auf dem LKW

Und schon hebt sie ab und vööölllligg losgelöst…

…von der Erde, schwebt das Raumschiff…

Am nächsten Tag habe ich dann die Technik verbaut und fertig angeschlossen. Der grüne Spiralschlauch ist der böse Schlauch, der immer reisst.

Technik

Gartenbeleuchtung

Es ist wieder viel passiert und es geht auf das Ende des Urlaubs zu. Endlich ist der Urlaub vorbei und ich kann wieder normal arbeiten! Das ist nicht so anstrengend. 🙂 Ok, es macht aber auch noch Spaß und das Ergebnis entschädigt für alles.

Ich habe ja ein 5 Adriges Kabel in den Garten verlegt und als Reserve ein weiteres 5 Adriges von der anderen Seite, welches aber erstmal nur für die Zisternenpumpe benutzt wird.

1 Ader Nullleiter, 1 Ader Erde, 1 Ader Phase/Dauerstrom. Bleiben zwei freie Adern, die ich schalten kann. Eine davon habe ich jetzt an das Eltako/Enocean Bussystem angeschlossen. Dazu brauchte ich einen neuen Schaltaktor (FSR14-2x). Ich hab zwar noch zwei freie Kanäle an meiner FSR14-4x Batterie, aber die hängen an der falschen Sicherung.

Also alles im Zählerkasten entsprechend verkabelt und dann eingelernt. Die Gartenbeleuchtung (3 Gartenstrahler bisher) dann mit an die Terrassenbeleuchtung programmiert. Diese wird ja durch zwei Bewegungsmelder am Erker, Taster im Haus oder eben myHomeControl / Apple Homekit über Handy/Tablet gesteuert. Das ganze geht jetzt immer gemeinsam an- und aus. Über myHomeControl / Apple HomeKit kann ich beides auch getrennt schalten…brauchen wir aber eigentlich nicht.

Die Strahler werden dann unseren Amberbaum, die Felsenbirne und die Sauerkirsche anleuchten. Haben wir alles noch nicht, aber fest eingeplant. 🙂

Achja, der ausgesähte Rasen wächst auch, wie Sau. Leider auch unser geliebter Sauerampfer und ich kann nicht auf die Rasenfläche, um den raus zu reissen. Werde ihn jetzt bis zum ersten Mähen dran lassen und dann erstmal abmähen. Und vor dem zweiten Mähen dann die Wurzeln entfernen. Letzteres reisst nämlich ganz ordentliche Löcher in den Boden. Das möchte ich auf der frischen Rasenfläche vermeiden, bis der Rasen fest verwurzelt ist.

 

Gartenbeleuchtung

MiniPC für myHomeControl / StandBy Verbrauch

Auf Wunsch hier noch ein Bild vom MiniPC auf dem unsere Haussteuerung „myHomeControl“ läuft. Ich bin ein möglichst kein StandBy-Verbrauch Nazi, aber der Verbrauch von dem Ding war so niedrig, dass sogar ich das akzeptiert habe. Muss das Katalog Versprechen noch nachmessen. Angegeben waren glaube ich <5W.

Insgesamt haben wir mit dem ganzen Eltako EnOcean Zeug, laufender Wohnraumlüftung, laufender Heizung (im StandBy/Schnüffelmodus), MiniPC, Router, WLAN Repeater, einer schaltbaren EnOcean Steckdose (Permundo Smart Plug), etc. ca. 70W Stromverbrauch, wenn sonst alles im Haus ausgeschaltet ist. Ggfs. komme ich noch ein wenig weiter runter, muss nur Zeit finden das ein oder andere zu messen und auszuprobieren.

Mini-PC

Mini-PC

Verkabelung, etc. alles noch ein wenig provisorisch, bis ich einen passenden 19″ Schrank gefunden und installiert habe. Ist aber auf der Prioritätenliste gerade nicht sehr weit oben…

Wetterstation

Schon vor Wochen habe ich die Wetterstation von Eltako (Multisensor MS) zusammen mit der Sat-Antenne auf dem Dach montiert. Schlauerweise ein Foto von der Verkabelung gemacht:

Wetterstation

Wetterstation

Die Flecken auf der Hose sind übrigens Parkettklebereste.

Immer noch eine nette Aussicht vom Dach über das Wohngebiet. Jetzt habe ich mir endlich mal die Zeit genommen das ganze im Zählerschrank anzuschließen. Es braucht dafür noch ein Wetterdatengateway und ein 24V Netzteil.

Die beiden habe ich dann auf der Hutschiene an entsprechender Stelle montiert. Weil ich damit eine neue Reihe anfangen musste, brauchte ich ein sündhaft teures Busbrücken Kabel von Eltako. Dann das KNX Kabel ordentlich durch die Kabelkanäle von unten in den Zählerkasten gezogen. Und alles verkabelt bis auf die Stromversorgung. Für letztere hätte ich nur den richtigen Sicherungsautomaten abschalten müssen. Aber sicher ist sicher und ich hab mal das gesamte Haus vom Strom getrennt.

Eltako Zeuch und Kabel

Eltako Zeuch und Kabel

Sieht kompliziert aus. Aber wenn man einmal durchgeblickt hat, geht das eigentlich. Neu für die Wetterstation sind die beiden blauen Dinger unten links. Ganz links das Netzteil und daneben das Wetterdatengateway. Das Netzteil habe ich mit an den Sicherungsautomaten für die Aussenbeleuchtung gehangen. Braucht eh kaum Strom (0,5A).

Vor dem Gateway mit dem weißen Barcode Aufkleber ist ein Dimmer mit zwei Abstandshaltern montiert. Ab dem ist alles nachgerüstet, weil wir es bei der Bemusterung noch nicht kannten oder es über Weberhaus unverhältnismässig teuer gewesen wäre. Ein Dimmer z.B. waren bei Weberhaus glaube ich >180€. Bezahlt habe ich jetzt ca. 50€.

Die eigenen Aktoren/Eltako Bauteile der Reihe nach: Dimmer, Stromzähler für Wärmepumpe, Dimmer, Netzteil Wetterstation, Wetterdatengateway. Ein weiterer Dimmer für das Badezimmer liegt bereit und das ein oder andere kommt noch. Dazu später mehr.

Eltako Aktoren

Eltako Aktoren

So sehen die Wetterdaten dann in myHomeControl aus:

Wetterdaten

Wetterdaten

Die Ansicht mit den Statistiken ist ganz nett. Der eigentliche Hintergrund der Wetterstation ist die Steuerung der Rollläden, etc. über die tatsächlichen Daten vor Ort anstatt einen Online Wetterdienst zu nutzen.

Aber ehrlicherweise muss ich sagen, dass die Steuerung über WorldWeatherOnline sehr gut funktioniert hat. Ja, wir hatten die Verschattung auch bei starker Bewölkung schon unten. Aber das war vielleicht 2,3 Mal der Fall. Ansonsten hat das auch über den Online Wetterdienst sehr gut funktioniert. Die Wetterstation habe ich uns aber schon zugelegt, bevor ich das wusste. Bereue es aber trotzdem nicht. Schöne Spielerei.

So sieht das ganze in der Netzwerkansicht von myHomeControl aus. Rechts sind die Rollladen-Aktoren. In der Mitte die Beschattungslogik für die einzelnen Hausseiten und links die Datenquellen. Einmal der Wetterdienst, welcher jetzt nur noch für die Temperaturhistorie der letzten Tage benötigt wird. Und unten links dann die Wetterstation, welche für die Rollladensteuerung die Außentemperatur, die Sonnenlichtintensität aus Süd-, West- und Ost-Richtung liefert. Über die Beschattungslogik setzt man dann Schwellwerte bei denen die Beschattung auslösen oder eben nicht auslösen soll. Da haben wir jetzt ganz brauchbare Werte gefunden. Bin gespannt, wie das im Winter passt, wenn die Sonne genutzt werden soll das Haus  aufzuheizen, aber nicht zu sehr.

Ein paar Regeln als Beispiel:

< 19 Grad Außentemperatur – Keine Verschattung
< 22 Grad Innentemperatur – Keine Verschattung
< 32000 LUX Sonnenlicht auf der jeweiligen Seite – Keine Verschattung

Dazu kann man noch exakt den Einfallswinkel der Sonne aus den Himmelsrichtungen und auch von oben (Dachüberstand) pro Seite und Fenster setzen. Hier mussten wir einiges korrigieren, weil z.B. die Westseite sonst viel zu spät verschattet hat.

Netzwerkansicht

Netzwerkansicht

Die automatische Beschattung ist im Sommer tatsächlich Gold wert.

Fronius Smart Meter

Heute war Solar Conze nochmal da und hat den Smart Meter (der erste hatte einen Pin Defekt) nachgerüstet. Jetzt kann die Photovoltaik 70 Weich einspeisen. D.h. Erträge die über 70% der Nennleistung der Anlage sind werden nicht mehr vernichtet, sondern ich darf sie selber verbrauchen.

Weiterhin kann ich jetzt jederzeit den Eigenverbrauch, die Netzeinspeisung oder -Bezug und die Gesamterträge sehen.

Der Smart Meter ist das dicke Ding oben rechts. Unten ist der neue digitale Stromzähler, der mit Inbetriebnahme der Photovoltaik gekommen ist. Ich find die alten ja cooler…dreht sich schnell…Verbrauch ist hoch…dreht sich langsam…Verbrauch niedrig. Bei den digitalen sieht man nichts mehr. Aber dafür habe ich ja jetzt den Smart Meter.

Zählerkasten

Zählerkasten

Fronius Smart Meter

Fronius Smart Meter

Meine Elektriker von Herentrey waren recht angetan von den verwendeten Komponenten und der sehr ordentlichen Umsetzung von Weberhaus im Zählerkasten. Mir gefallen die vielen Farben am besten. Ich mag grün und blau und gelb… 😀 Ansonsten blicke ich da nicht durch.

Zählerkasten

Zählerkasten

Hier ein Beispiel aus dem Solar Web Frontend von Fronius nach Einbau des Smartmeters. Man sieht deutlich, wann die 400Watt Baulampe ein- und ausgeschaltet wurde. Standby Verbrauch des Hauses ist jetzt schon bei ca. 11-13W durch die EnOcean Aktoren und vor allem die Fritz Box. Das ist aber noch total im Rahmen.

Solar Web Diagramm

Solar Web Diagramm

Für die Wärmepumpe habe ich mir zusätzlich noch einen Wechselstromzähler von Eltako gekauft. Mit diesem in Kombination mit dem Wärmemengenzähler kann ich mir dann exakt ausrechnen, wie gut die aktuelle COP bzw. die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe ist.

 

Elektroinstallation

Hier noch ein paar Bilder zur Elektroinstallation. Wahnsinn, was da an Kabeln durchs Haus geht.

Das wir einen größeren Zählerkasten bekommen für Photovoltaik, etc. gerüstet haben wir ja vertraglich festlegen lassen. Aber das er dann so groß wird haben wir nicht gewusst.

 

Der bescheidene Zählerkasten

Der bescheidene Zählerkasten

Noch ist viel Platz im Zählerkasten. Aber es kommen noch einige Kleinigkeiten dazu. Bekommen wir schon voll den Kollegen. Das blaue Zeug sind die EnOcean Aktoren.

DSC01233

Ein paar der Lichtaktoren werde ich noch gegen dimmbare Aktoren tauschen. Die Spots in Wohnzimmer, Schlafzimmer und Badezimmer hätten wir gerne Dimmbar. Die vorhandenen Schaltaktoren werden dann frei. Deshalb die spontane Entscheidung das Licht im Keller ebenfalls über EnOcean anzubinden. Hoffe das klappt einigermassen durch die Betonwände.

Elektrogrundinstallation abgeschlossen

Alle Steckdosen funktionieren, die zentralen Brennstellen funktionieren, überall im Haus befinden sich tausend Kabel. Einen zentralen An-/Ausschalter für das Licht gibt es auch schon.

Da wir das Paket zur Hausautomation mitgenommen haben geht das ganze über EnOcean (Funk). Ziemlich nette Sache.

Habe ich übrigens in der Wohnung seit ca. 2 Monaten bereits im Einsatz und erfolgreich getestet. Zum Fernsehen müssen wir uns immer bücken und tief in den Fernsehunterschrank greifen, um zwei Steckdosenleisten einzuschalten (bin kein Freund von StandBy Verbräuchen). Und das ist schon umständlich. Es hat ein paar Monate gedauert, aber irgendwann habe ich gerafft, dass ich das EnOcean Zeug ja schon in der Wohnung testen kann. Also dieses Paket hier bestellt:

http://www.greenelectric.eu/EnOcean-SmartPlug-PSC234-permundo-soft-remote-NodOn-Set-V

Und schon haben wir eine Fernbedienung für die Steckdosenleisten. Kein Licht ohne Schatten. Die Dinger haben einen StandBy Verbrauch. Immerhin deutlich kleiner, als der von Fernseher, BluRay Player und Co.

Licht in der Hütte

Licht in der Hütte

Licht in der Hütte

Licht in der Hütte

Unser Stromzähler nach 2 Tagen!!!

Stromzähler

Stromzähler

Wir sind schon bei >500kWh. Zum Glück gibt es ab Dienstag etwas Entlastung! Bericht folgt.