Archiv für den Monat: März 2015

Rammkernbohrung für Baugrundgutachten

Heute war ich am späten Nachmittag am Grundstück, um die Rammkernbohrungen für das Baugrundgutachten zu beobachten. Durch zwei brennende Autos auf der A46 war ich etwas verspätet und Herr Latotzke und seine beiden Kollegen von http://www.geotechnik-dr-mueller.de waren schon fleißig bei der ersten Bohrung.

Die Bohrungen an sich waren jetzt nicht besonders spektakulär. Viel interessanter war das, was raus kommt und die guten Erläuterungen von Herrn Latotzke. Jetzt weiß ich etwas mehr über schluffigen Sand und sandigen Schluff und Schluff mit kleinem Sandanteil. Ihr lest schon raus, der Boden ist überwiegend aus verdichtetem Schluff. Dieser ist durch die Verdichtung wenig wasserdurchlässig. Das gute, die Tragfähigkeit des Bodens wird keine Probleme machen (kein schiefes Haus von Pis…Gladbach). Das schlechte, ich werde um eine Abdichtung des Kellers gegen drückendes Sickerwasser wohl nicht herum kommen.

Vor allem aber, gab es keinerlei böse Überraschungen.

Genaueres wird dann das Bodengutachten ergeben.

Bohrung 1:

Bohrung 1

Bohrung 2:

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Und so sieht das Ergebnis aus:

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Jedes mal, wenn ich im Neubaugebiet bin, ist es immer wieder interessant die Baufortschritte zu beobachten. In Nullkommanix steht hier ein neues Haus, dort eine neue Etage und da drüben ist plötzlich verklinkert.

Links ist ein Allkaufhaus. Rechts eine Doppelhaushälfte, wo ich heute den Rohbau besichtigen durfte. Sympathische neue Nachbarn werden wir haben. Die sind nur schon viel weiter mit ihrem Haus, als wir. *neid* Ein schönes Haus und durch das Staffelgeschoss über drei Etagen.

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Witzig ist auch, dass ich heute Pia und Andy wieder getroffen habe. Die zwei haben wir bei einer unserer ersten Besichtigungen kennen gelernt und haben „damals“ schon fleissig über die verschiedenen Fertighausanbieter gefachsimpelt. Die beiden sind mittlerweile etwas weiter, als wir und haben bei Hanse unterschrieben. Wir haben bei allen Anbietern sehr ähnliche Erfahrungen gemacht, aber im Detail gab es dann doch den ein oder anderen Unterschied. Nochmal, sympathische Nachbarn werden wir haben. Ich hoffe, dass bei uns auch bald Vollzug gemeldet werden kann und wir beim richtigen Anbieter unseren Karl Otto unter einen Vertrag gesetzt haben.

Vorbemusterung Hanse Haus und ein paar Worte zu Dämmstoffen

Am Samstag sind wir auf unsere kleine Weltreise (~350km) nach Oberleichtersbach zur Fertigung und Bauherrenzentrum von Hanse Haus gefahren. Ziel war auch hier einen Eindruck vom Werk und von der Ausstattung im Standard zu bekommen. Es ist uns wichtig hier möglichst vorab zu erfahren, ob wir größtenteils mit dem Standard auskommen oder ob wir mit deutlichen Zusatzkosten zu rechnen haben.

Jetzt haben wir Werksbesichtigung und Vorbemusterung bei Fingerhaus und Hanse Haus hinter uns. Ebenso Vorbemusterung bei Weberhaus in Wenden und Streif Haus.

Dummerweise haben hier eigentlich alle Punkte sammeln können. Die Ausstattung ist bei allen verbliebenen Anbietern bereits im Standard sehr gut und man würde überall im Standard bleiben können. Natürlich kann man überall auch zusätzlich (viel!) Geld lassen, wenn man möchte.
Aber wir werden wohl überwiegend mit dem Standard bereits sehr zufrieden sein und alles andere wäre der Luxus Bonus. Bei der Badewanne wird es wohl einen Aufpreis geben, eventuell die eine oder andere Kleinigkeit hier und da. Elektro werden wir wohl bei allen Anbietern aufrüsten müssen (MEHR Steckdosen!). 🙂

Besonders hervorgetan hat sich bei den Bemusterungen eigentlich nur Streif Haus. Leider nicht positiv. Hier ist unser subjektiver Eindruck, dass der Standard niedriger als bei den anderen Anbietern ist und wir z.B. bei den Fliesen noch mal extra ins Portemonnaie greifen müssen. Aber dafür war das Angebot von Streif wenigstens mit Abstand das teuerste…
Nachdem wir das aber so erwähnt haben, wurde das Angebot von Streif nochmal aufgebessert. Aber ein negativer Eindruck bleibt.

Vorbemusterung war bei allen Anbietern sehr gut. Bei Weberhaus in Wenden war es etwas weniger „spektakulär“, als bei Finger und Hanse zum Beispiel. Aber Wenden ist auch nicht Rheinau Linx und deutlich kleiner, als das eigentliche Bemusterungszentrum von Weber. Uns ging es nur darum einen Eindruck vom Standard (bei uns Topline) zu bekommen und dieser hat überzeugt. Rheinau Linx wäre dafür einfach zu weit weg gewesen.

Aber zu Hanse Haus und unseren Samstag. Da unser Vertriebler in Frechen eingebunden war, haben wir den sympathischen Vertriebsleiter von Hanse Haus, Herrn Reuß an unsere Seite bekommen. Die Führung durch das Werk kam einem sehr bekannt vor. Die Fertigungen der Holzständerbauweise ist doch überall sehr ähnlich. Qualitative Unterschiede konnten wir als Laien keine gravierenden fest stellen. Überall positive Eindrücke. Hanse verwendet mit 32cm den kleinsten Abstand bei den Holzständern. Bei den einzelnen Aussagen muss man natürlich immer aufpassen. Jeder lobt die Unterschiede zu seinem System im besonderen, Nachteile werden natürlich nicht erwähnt und alles sollte hinterfragt werden. Hier versucht niemand zu betrügen oder einen übers Ohr zu hauen, bevor jemand einen falschen Eindruck bekommt. Es sind nur Kleinigkeiten, die die Hersteller natürlich versuchen, um die Kunden zu überzeugen. Alles vollkommen legitim, man muss als Kunde eben nur aufpassen und nicht alles blind glauben.

Ein paar kleine Beispiele:

  • Hanse lobt das verwendete Neopor über den grünen Klee. Vor allem die bessere Wärmedämmung gegenüber z.B. Polystrol wird hervorgehoben (stimmt) und auch die besonders hohe Umweltverträglichkeit im Vergleich zu allen anderen Dämmstoffen. ALLEN anderen? Ganz sicher nicht, die Holzfaserdämmplatte ist hier ganz vorne. Wärmeschutz durch den Dämmstoff im Sommer? […]“Ist super mit Neopor, was an Wärme nicht raus kann, kann auch im Sommer nicht rein.“[…]. Wäre schön, wenn es so wäre. Siehe hierzu: uwert.net. Der Vertriebler von Hanse Haus (dem Vertriebsleiter wäre das sicher nicht passiert), meint auf die von z.B. Weberhaus angesprochene Holzfaserdämmplatte salopp: […]“Herr B., wenn die Holzfaserdämmplatte so viele Vorteile hätte, wie Sie meinen, warum denken Sie, dass 90% der Hausbauer diese nicht verwenden? Denken Sie mal darüber nach.“[…]. Antwort von mir, naja weil sie das 4-5 Fache von z.B. Polystrol basierten Dämmsystemen kostet, wird wohl der Grund sein. Danach war er etwas kleinlauter. Neopor ist ohne Frage ein sehr guter Dämmstoff und hat tatsächlich auch viele Vorteile gegenüber „klassischen“ Dämmstoffen. Aber eine Holzfaserdämmplatte wäre mir immer noch am liebsten (immer noch sehr gute Dämmwerte, sehr hohe Wasserdampfdurchlässigkeit, Hitzeschutz, Schallschutz und vor allem Umweltverträglichkeit). Klares Plus für Weberhaus.
  • […]“Unsere Standardwand hat einen sehr guten Uwert von 0,116, bei gerade mal 30cm Wanddicke.“[…] Nanu? Das ist aber wirklich sehr gut, wie machen die das? Ich hab bei Hanse 0,136 im Kopf, was immer noch ein sehr guter Wert ist. „Stimmt der Uwert so? Das wäre sehr gut oder meinen Sie nur im Gefachbereich?“. […]“Äh ja, im Gefachbereich in der Gesamtwand ist er natürlich etwas schlechter.[…]. Aha!
  • […]“Wir verwenden sehr gute Fenster mit einem Uwert von 0,6″[…].“ Ok, und wie sieht es im Gesamtfenster aus? 1.0 und damit um immerhin 0,2 schlechter, als bei den Fenstern von Finger- oder Weberhaus z.B.

Wie gesagt, ich will keinen falschen Eindruck erwecken. Ich denke es ist legitim, dass jeder Hersteller auf den tatsächlichen Vorteilen seines Systems ein wenig herum reitet und die Nachteile natürlich nicht in den Vordergrund hebt. Was ich sagen will ist, Holzauge sei wachsam! Nicht jede Aussage einfach so hinnehmen und sich freuen, sondern sich auch mal selber informieren und das ein oder andere hinterfragen.

Bei der Werksbesichtigung war ein Pärchen dabei, was mir einen recht leichtgläubigen Eindruck machte und eben nichts hinterfragte:

  • Wie ist denn dies und jenes bei Ihnen?
  • Das ist super bei uns!
  • Oh toll! Hanse ist auch wirklich super.

Ich denke unsere „Finalisten“ sind alles sehr gute Hausbauer und viel geben die sich nicht. Die Unterschiede liegen im Detail. Hier ist der eine und dort der andere besser. Die Angebote vergleichen ist sehr aufwendig, da man wirklich alles auseinander (Angebot, Bauleistungsbeschreibung, Ausstattung, …) nehmen muss. Am Ende bleiben ein paar Preisunterschiede und das Bauchgefühl. Keine Entscheidung die man leichtfertig treffen sollte. Wir sind auf einem guten Weg. Aber es wird ein enges Ding zwischen Hanse-, Schwörer-, Weber-  und Fingerhaus.

Hanse wird das Angebot noch mal nach ein paar weiteren Vorgaben überarbeiten. Wir sind mit dem Vertriebsleiter noch mal durch einige Punkte im Angebot und Grundriss gegangen und haben ein paar Dinge geändert. Herr Reuß hat hier wirklich sehr gut gearbeitet und konnte den positiven Eindruck bei Hanse noch mal verbessern. Er ist damit sehr nah an unserem „Lieblingsvertriebler“, Herr Stark von Weberhaus. Sympathie spielt auch eine sehr große Rolle, aber die Finalisten liegen auch hier sehr eng beeinander.
Wie wichtig Sympathie ist merkt man daran, dass wir zwei eigentlich interessante Hausanbieter sehr früh aufgrund der Vertriebler und seltsamen Vertragsablauf schnell ausschliessen konnten. „Sie haben doch jetzt einen groben Preis von mir genannt bekommen, den Rest besprechen wir natürlich erst im Detail, wenn Sie den Vertrag unterschrieben haben, sonst würde ich aus dem kalkulieren ja gar nicht mehr raus kommen“. Wir hatten weder ein kalkuliertes Angebot, noch eine Info zur Ausstattung oder sonst etwas handfestes. Sollen aber einen Vertrag zum Hausbau unterschreiben? Und das bei einem renommierten Anbieter? Wohl kaum.

Letzten Endes wird es eine enge Entscheidung. Preis und Ausstattung spielen eine Rolle, das Bauchgefühl und Sympathie eine andere. Auch Vertragsdetails sollte man genau beachten. Wann werden welche Beträge fällig? Wie sieht es mit Strafen bei Verzögerungen aus, etc.

Vor diesem Wochenende hatten wir eine Tendenz zu Weber- und Fingerhaus. Hanse hat jetzt Boden gut gemacht.

Es folgen noch zwei, drei weitere Termine und dann werden wir langsam eine Entscheidung forcieren. Morgen ist dann erst mal Baugrundgutachten angesagt.

Und damit es endlich mal mehr Fotos im Blog gibt, hier ein paar Eindrücke von der Bemusterung und den Hanse Musterhäusern in Oberleichtersbach:

Witzige Idee für die Bodentiefe Dusche. Sicher angenehm an den Füßen und nicht so rutsch gefährlich:

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Wir haben schon viele Badfliesen gesehen, die wir schön finden. Aber irgendwie noch keine, wo wir sofort gesagt haben: BOAH, SO MUß UNSER BAD WERDEN!. Hier eine von denen, die uns gefallen haben:

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Diese Nische hat uns sehr gut gefallen. So was in der Art werden wir auf jede Fall in unserem Bad umsetzen. Wir haben auch schon ein paar Ideen, wo: IMG_0213

Ein hübsches Waschbecken mit Schränkchen für unser Gästebad. Würde uns gefallen. Und aus Versehen ein Foto von Herrn Reuß:IMG_0217

So wird unsere Treppe aussehen. Nur werden wir wohl auf Eiche gebeiztes Buchenholz nehmen. In die entstehende Nische wird der Garderoben Schrank kommen. Ein großes Problem war dieser bei den Grundrissen:IMG_0221

Ein schönes Grün in der Küche würde uns wohl auch gefallen:IMG_0227 IMG_0229

Ein echt schön gemachter Sternenhimmel für das Prinzessinnenbett. Und eigentlich recht simpel umzusetzen. Die Konstruktion ist von hinten beleuchtet und es sind kleine Löcher (1 mm) mit Lichtleitern versehen. Dies sind einfach nur rein gesteckt. Das sieht in Echt sehr gut aus, kommt auf den Fotos nicht so rüber:IMG_0237

Gestern haben wir diese Fliesen noch in einem Fliesenstudio entdeckt. Im Gästebade kann man sowas mal wagen. Gefallen uns sehr gut und bringen Pepp ins Bad. Natürlich sauteuer… Die Bauherrin findet sie mässig interssant, was man daran erkennt, dass nur ein Ohr auf Empfang gestellt ist. Das andere hängt skeptisch runter:IMG_0262

Großes Bild im Badezimmer, macht sich gar nicht so schlecht:

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Grün im Gästebad ist auch nett:IMG_0260

Grundwasserstände…endlich!

Nach vielen vielen Versuchen am Telefon endlich eine Reaktion. Die Geologin der unteren Wasserbehörde hat sich auf meine Email gemeldet:

Den mir vorliegenden Unterlagen zufolge befindet sich der Grundwasserstand bei
ca. 64 - 65 m NN. Der sogenannte Tagebau unbeeinflusste Grundwasserstand
lag laut GW-Gleichenkarte 1955 bei ca. 66 M NN. Bei einer GOK von ca. 80
m NN (dig. Höhenmodell) ergibt sich ein Grundwasserstand  von ca. 14 -
16 m unter Gelände.

Das klingt so, als könnte ich mir trotz des Hinweises im Bebauungsplan die weiße Wanne sparen. Das spart ein paar Tausend € beim Keller. Sehr schön!

ewmg Infos zum Grundstück

ewmg

Hier die Seite der ewmg zum Neubaugebiet Dahlener Heide.

Und die interaktive Karte. Wir haben Grundstücke 78/79 am Anna Künning Weg reserviert. Zwei Doppelhaushälften Grundstücke zur Bebauung mit einem freistehenden Einfamilienhaus.

Eine google maps Karte des Grundstücks findet ihr auf der Kontakt Seite.

Nach einem Blick auf die Umgebungslärm Karten NRW wollten wir uns das Grundstück wegen der zwei spurigen Straße neben dem Neubaugebiet eigentlich gar nicht erst anschauen. Wir haben es zum Glück trotzdem getan. Dank Lärmschutzwall hört man von der Straße fast nichts. Und zwischen den schon gebauten Häusern wird der Schall noch mal deutlich reduziert und von den Gebäuden geschluckt. Wenn alles bebaut ist, wird es sicher noch mal leiser. Bei der Besichtigung war recht schnell klar, dass ist es!

Keller Abdichtung

Weiße Wanne oder keine weiße Wanne, das ist hier die Frage. Dieses Zitat aus meinem Philosophiebuch ist nicht so einfach zu beantworten.

Die ewmg sagt es wäre absolut nicht nötig. Das Grundwasser ist 15m unter dem Baugrund. Im Bebauungsplan steht aber eindeutig, dass der Grundwasserspiegel durch die Sümpfungsmaßnahmen für den Tagebau abgesenkt sind und nach Beendigung der Maßnahmen wieder ansteigen kann. Will die Stadt sich hier nur absichern? Ewmg behauptet, dass dort kein Keller mit weißer Wanne gebaut wurde. Es stehen dort sogar Tiefgaragen und die haben auch keine Probleme.

Dazu kommt, dass auf den Grundstücken zur Zeit das Wasser steht. Teilweise bilden sich ganze Seen, weil das Wasser nicht abfliessen kann. Vermutlich ein sehr lehmiger und dichter Boden. Nicht unwahrscheinlich, dass ich noch Drainagen oder ähnliches machen lassen muß, damit später nicht das Wasser im Garten steht. Ein Baugrundgutachten dürfte hier nähere Aufschlüsse geben.

Da die ewmg mir auch das Grundstück verkaufen möchte, will ich mich auf diese Aussage alleine jedoch nicht verlassen. Also habe ich mal ein paar Kellerbauer recherchiert, die dort bereits Keller gebaut haben und die mal angerufen. Was soll ich sagen? Fragste drei Kellerbauer, bekommste drei gegensätzliche Aussagen:

Kellerbauer 1 würde dort nie ohne weiße Wanne bauen.
Kellerbauer 2 würde eine leichte Abdichtung gegen Sickerwasser machen.Kellerbauer 3 sagt, alles unnötig und folgt damit der Aussage der ewmg.

Ein Kellerbauer verdient natürlich an einer weißen Wanne. D.h. so ganz unabhängig sind die Aussagen vielleicht auch nicht. Also genauso schlau, wie vorher…

Also mal eben schnell das Bauamt der Stadt Mönchengladbach anrufen und ein paar Fragen stellen. Und die untere Wasserbehörde, um die historischen Höchstgrundwasserstände zu erfragen. Mal eben schnell versuche ich das jetzt seit 2 Wochen! Zu den sehr kurzen Öffnungszeiten des Bauamts geht niemand ans Telefon oder es ist Dauerbesetzt (lästiger Hörer daneben gelegt?).
Bei der unteren Wasserbehörde erreiche ich problemlos jemanden. […]“Da kann Ihnen unsere Geologin weiter helfen, ich stelle durch.“[…]. Super…dachte ich. […]“Die Geologin geht nicht ans Telefon, die Durchwahl lautet…[…]“. Super, denke ich. Geologin geht natürlich auch nie ans Telefon oder es ist besetzt, aber immerhin immer nur kurz. Vermutlich andere Verzweifelte, die versuchen anzurufen. Mittlerweile weiß ich, dass die Geologin nur Teilzeit arbeitet und rufe an den Tagen an denen sie arbeiten soll mittlerweile im 30 min. takt an. Nichts.

Vor einer Woche mal zwei Emails an die Stadt geschrieben, weil ich niemanden erreiche. Beim Bauamt einen Anrufbeantworter gefunden und drauf gesprochen mit der Bitte um Rückruf. Nichts.

Und nu? Hin fahren kann ich mir komplett sparen, wenn schon niemand ans Telefon geht, stehe ich da vermutlich nur vor verschlossenen Türen.

Angebote für Bodengutachten habe ich mir jetzt verschiedene geholt und werde kurzfristig den Auftrag vergeben. Hier gibt es auch deutliche Preisunterschiede. Das günstigste hat drei Bohrungen für 900€ und das teuerste 2 Bohrungen für 1200€. Keine Ahnung, was es da für Qualitätsunterschiede geben kann. Leistungsbeschreibungen sind sehr ähnlich.

Wenn ich dann noch die Grundwasserstände von der Geologin habe, kann ich eine Entscheidung treffen. Für immer keine Sorgen, dafür einen WU Beton und weiße Wanne gegen drückendes Grundwasser und ca. 5.000€ investiert oder das Geld sparen und das Risiko eingehen. Im schlimmsten Fall kann das am Ende deutlich teurer werden. Will also gut überlegt sein. Dazwischen gibt es noch eine Ausführung mit Abdichtung gegen Sickerwasser.

Keller Angebote

Da es massive Preisunterschiede beim Keller zwischen den verschiedenen Anbietern gibt, habe ich mal angefangen Angebote für den Keller zu sammeln.

Auf die Idee diesen extern zu vergeben haben mich die Verkäufer von Weber- und Hanse Haus gebracht. Hanse hat mir gleich Süd West Keller als günstigen Kellerbauer empfohlen.

Also habe ich die letzten Tage damit verbracht die Kriterien für den Keller zu sammeln und habe diese mitsamt den Grundrissen an verschiedene Kellerbauer geschickt:

Süd West Keller
Bürkle
Glatthaar
Weber Keller (hat nichts zu tun mit Weber Haus!)
Knecht

Süd West und Buerkle haben sich innerhalb von 24h telefonisch gemeldet und gleich Angebote kalkuliert nachdem alle Fragen geklärt worden sind. Vorbildlich! Eine ganz andere Erfahrung als bei den Hausanbietern, wo man überwiegend hinterher laufen muß. Bei den Haus Anbietern sticht hier übrigens Weberhaus mit Herrn Stark sehr positiv hervor.

Das Angebot von Süd West war bei besserer Ausstattung gleich mal 5.000€ günstiger. Das habe ich Buerkle natürlich gesagt und wir haben mal die einzelnen Posten verglichen. Zitat: […]Da hat er aber Gas gegeben, der Kollege![…]. Er ist dann noch mal an die Kalkulation, hat sich aber wenig später mit einer schlechten Nachricht gemeldet. Bei dem Preis kann Buerkle nicht mit halten, er empfiehlt mir mit Süd West zu bauen. Sehr professionelle und sympathische Art! Spricht für Buerkle. Knecht hat sich gemeldet und ein Angebot kurzfristig zugesagt. Weber hat aufgrund der Entfernung gleich abgesagt. Auf eine Reaktion von Glatthaar warte ich jetzt seit 3 Tagen.

Das Angebot von Süd West ist DEUTLICH günstiger, als der Keller bei Weberhaus. Und etwa 5.500€ günstiger als der von Hanse. Allerdings ist bei den Hausherstellern noch die Elektrik (Steckdosen, Brennstellen, etc.) und ein paar andere Dinge sind im Preis mit einberechnet. Bei extern vergebenem Keller kommen diese oben drauf. Bei Hanse ist der Preisunterschied damit nicht mehr so hoch und da muß man dann abwägen, ob man nicht lieber alles aus einer Hand haben möchte. Ist eine Risiko Frage. Bei Weber ist der zu sparende Betrag aber im 5 stelligen Bereich. Da würde der Keller auf jeden Fall extern vergeben werden.

Erstaunlich ist auch, dass Hanse und Weber Keller an Glatthaar vergeben werden. Laut Bau und Leistungsbeschreibung ist der Hanse Keller besser ausgestattet, z.B. 120mm Perimeterdämmung an den Wänden anstatt 100mm bei Weber. Oder 140mm Perimeterdämmung der Sohle anstatt einer unter Estrich Dämmung bei Weber, welche Kältebrücken an den Rändern erlaubt. Dennoch ist der Hanse Keller deutlich günstiger. Wenn jemand erklären kann, warum Hanse hier deutlich bessere Konditionen hat..raus damit. Die werden wohl mehr Keller bauen, aber der Unterschied ist wirklich deutlich!