Die Lüftung dämme ich wenn es kalt ist..

…und dann war es plötzlich kalt im November und Frisch- und Fortluft waren nicht gedämmt. Die Frischluft, welche von außen ins Gerät kommt hat natürlich bis zum Gerät die Außentemperatur.

Die Fortluft aus dem Gerät hat 90-95% der Wärme entzogen bekommen, um die Zuluft in die Räume wieder aufzuheizen. Ist also ebenfalls nahe an der Außentemperatur. Die Isopipe Rohre von Zehnder, die ich verwendet habe bestehen schon aus Schaumstoff. Also quasi aus Dämmung. Dennoch habe ich bei 0 Grad AT Temperaturen an den Rohren von 15 Grad gemessen. Das kühlt zum einen den Keller (der bei uns ja beheizt und in der thermischen Hülle ist) und kann bei zu großem Temperaturunterschied dann tatsächlich auch zu Kondenswasser führen.

Deshalb war klar, dass ich die Rohre noch dicker dämmen werde. Armaflex in 3cm dicke und und entsprechender Kleber liegen seit Monaten bereit und ich schiebe das vor mir her. Ist ja noch warm draußen…

Jetzt wurde es aber Zeit. Das Armaflex lässt sich an und für sich sehr gut verarbeiten. Mit den Isopipe Rohren habe ich ein paar Schwierigkeiten, die die Sache etwas aufwendiger machen. Zum Einen sind da die Verbindungsstücke mit deutlich größerem Durchmesser und zum anderen sind da die Bögen. Beides zusammen ist dann nochmal eine besondere Herausforderung.

Wie bei allem, was man macht…beim zweiten Mal wird es besser. Die ersten Nähte waren nicht so schön verklebt. Die Zweiten dann schon wesentlich sauberer und schöner. Gleiches gilt für die Schnitte und vor allem auch die Bögen.

Schneiden, Kleben, Sauerei

Schneiden, Kleben, Sauerei

Die erste Klebenaht war…solala…

Die ersten Rohre gedämmt

Die ersten Rohre gedämmt

Challenge accepted! Die Fortluft habe ich noch nicht überall verklebt und so konnte ich diese komplett abnehmen und schön auf dem Boden in Ruhe und Bequem mit Dämmung versehen. Die Frischluft hingegen ist schon fest mit Ringraumdichtung verbaut, ausgeschäumt und komplett verklebt. D.h. die schwierigste Stelle durfte ich von der Leiter aus in beengtem Raum machen. Aber auch das ging. Auch hier konnte ich mir wieder mit Spanngurten die Arbeit erleichtern.

Challenge accepted!

Challenge accepted!

Die Bögen werden nach berechneter Schablone in zwei Teilen geschnitten. Diese werden dann auf der einen Seite verklebt und um den zu dämmenden Bogen gelegt bevor die andere Seite verklebt wird. Für das Anlegen der Schablonen gibt es bei Armaflex ganz brauchbare Anleitungen.

Der untere Übergang ist erstmal provisorisch. Das passt so nicht, wie ich mir das gedacht hatte, da die beiden Rohre zu nah aneinander sind. Ich weiß auch schon, wie ich das löse…denke ich…

Challenge won!

Challenge won!

Weberhaus hat bei der Planung der Abwasserrohre leider die Lüftung nicht beachtet. Und der Platz war eh schon knapp. Durch die 3cm Dämmung wurde es nicht besser. Das dickere Verbindungsstück der Isopipes habe ich dann entsprechend gesetzt. Meine Rohrschellen sind mit Dämmung natürlich zu klein und müssen ersetzt werden. Im Baumarkt gibt es nichts ausreichend großes, also habe ich provisorisch erstmal mit Paketschnur die Schellen verlängert.

Fortluft gedämmt

Fortluft gedämmt

Bis jetzt habe ich noch keine Temperaturen unter 19 Grad an den Rohren gemessen. 3cm mehr Dämmung macht also einen deutlichen Unterschied. Das Armaflex ist nicht billig, aber super zu verarbeiten. Auch der Kleber funktioniert echt gut. Kurz antrocknen lassen, dann die Klebestellen kurz aufeinander pressen und es hält!

Campusboard für die Folterkammer

Für das Klettertraining wollte ich unbedingt ein Campusboard haben. Gut es gibt noch zig andere und wichtigere Baustellen am Haus. Aber frei nach dem Motto „Haben, nicht brauchen!“ habe ich das Projekt mal vorgezogen.

Der überwiegende Teil der Leser werden wohl keine Kletterer sein. Deshalb hier mal ein Video zur Erklärung, was es mit einem Campusboard auf sich hat:

Das Material habe ich fast ausschliesslich im Hornbach bekommen. Sägerauhe Kieferbalken sind günstig und mehr als stabil genug. Die Balken im Sichtbereich habe ich glatt geschliffen.

Erst habe ich die Balken auf Länge gesägt und mit 15 Grad schräg abgeschnitten. Das Board soll 15 Grad überhängend sein und exakt 150cm hoch.

Balken auf Länge gesägt

Balken auf Länge gesägt

Dann habe ich erst die tragenden Balken an der Decke und Wand mit großen Dübeln und Stockschrauben fest geschraubt. Die Löcher habe ich etwas größer gebohrt, als für die Stockschrauben nötig. Man (oder zumindest ich) kann nicht absolut exakt in Beton bohren und wenn das Bohrloch einen mm verrutscht, kann ich das so ausgleichen. Dann mit großem Forstnerbohrer die Löcher ausreichend tief für eine Mutter und Unterlegscheibe vergrößert. Die Löcher müssen groß genug sein, dass eine Nuss zum Anziehen der Schrauben rein passt.

Dann alles mit Metallwinkeln verbunden und fertig ist die Unterkonstruktion.

Das Gerüst steht

Das Gerüst steht

Hier sieht man, dass ich den unteren Querbalken der Länge nach ebenfalls mit 15 Grad schräg abgeschnitten habe. So kann ich die MDF Platten nachher bis unten runter ziehen und der Balken ist nicht sichtbar.

Das Gerüst steht

Das Gerüst steht

Darauf kommen 2x 19mm MDF Platten. Eine war mir zu heikel, da ich mit dem gesamten Körpergewicht und dynamischen Zügen (also einem vielfachen des Körpergewichts) an den Leisten hängen werde. Und weil ich ein bisschen dick bin, hätte ich bei einer Lage MDF Sorge gehabt, dass die angeschraubten Leisten rausbrechen könnten.

Die MDF Platten habe ich im Baumarkt auf ein handliches Mass und wenige cm zu groß schneiden lassen. a) Weil ich mich nicht darauf verlasse, dass im Baumarkt so exakt geschnitten wird, wie ich es möchte und b) weil ich wegen der Schräge die oberen Platten ebenfalls mit 15 Grad längs schneiden muss, damit ich ohne Lücke bis unter die Kellerdecke bauen kann. So passen die Platten problemlos in den Kofferraum.

Mit MDF Platten

Mit MDF Platten

Ich habe anscheinend gut gerechnet. Ich komme auf exakt 1501mm und habe oben exakt den 1mm Spalt, den ich mir gewünscht habe. Die letzte obere Platte habe ich leider nicht ganz exakt gerade angeschraubt. War ein bisschen frickelig alleine mit Leiter die Platte, Schraube und Akkuschrauber halten. Bleibt aber so. Sieht man später nicht mehr.

Die ersten großen Campusleisten.

Die ersten Leisten

Die ersten Leisten\

Und alle Großen und die Hälfte der Kleinen Leisten sind dran.

Ein paar mehr Leisten

Ein paar mehr Leisten

Ich hatte tatsächlich überlegt, ob ich Kleine und Mittlere Leisten nehmen soll. Oder Große und Mittlere. Hatte Sorge, dass ich die Großen schnell langweilig finde. Dem ist nicht so. Irgendwie sind die Metolius Leisten ganz schön hart zu halten. Viel schwerer, als die bei uns in der Boulderhalle. Die Großen werden mich noch lange auslasten. Die Kleinen habe ich dann gar nicht zu Ende montiert, weil das Board noch weiß lackiert wird.

Die beiden Stützbalken unten werde ich wohl noch entfernen. Die ganze Konstruktion verteilt das Gewicht so gut an Decke und Wand, dass ich die Stützbalken nicht brauche. Stattdessen werde ich die Streben vom Board an die hintere Wand noch mit zwei Dübeln an der Wand befestigen und die ganze Konstruktion ist dann frei schwebend. Sieht dann einfach noch sauberer aus.

Unten kommt noch ein Boden mit Klappe rein und dann habe ich dahinter noch ein wenig Stauraum für Krempel, den man selten braucht.

Genügend Kraft ist ein Zustand, den es nicht gibt! (c) Wolfgang Güllich

Es werde Licht

Beim Türzargenbau wurde es mal wieder deutlich. Mit Bleistift Stelle markiert…kurz Werkzeug geholt…ja verflixt…wo ist die Stelle hin?? Die kleine 6W Osram LED Lampe macht wirklich ein sehr schönes und warmes Licht. Sehr gemütlich. Aber zum Arbeiten im 25qm großen Raum, wenn die Arbeit auf dem provisorischen Tisch am Rand des Raumes passiert taugt es überhaupt nicht. Einfach zu wenig Licht für den großen Raum und zum Arbeiten darf das Licht auch etwas kälter sein.

Leuchtstoffröhren tun im Keller super. Aber die sind sooo 90er! Und 80er! Und davor. Und als modernere Alternative folgendes LED Panel gefunden:

Yorbay LED Panel

Bewertungen bei Amazon sehr viel versprechend. Also mal bestellt. Irgendwie liest es sich aus den Bewertungen heraus, dass hier ein Befestigungsset mit Drahtseilen für die Deckenbefestigung dabei ist. Ist es aber nicht, sondern nur wie auf den Fotos Klammern für eine abgehängte Decke.

Das mit den Drahtseilen gefällt mir sowieso nicht, weil ich im Keller die Lampe möglichst hoch anbringen möchte, um den gesamten Raum bestmöglich auszuleuchten. Also habe ich mir was gebastelt.

Von Weberhaus waren noch ein paar Latten übrig. Die lagen eine Weile draussen. Haben auch ein bisschen Farbe und sonstigen Dreck abbekommen. Aber das bekommt man wieder hin.

Erstmal zurecht gesägt:

Zurecht gesägter Rahmen

Zurecht gesägter Rahmen

Und dann abgeschliffen. Unterschied, wie Tag und Nacht.

Vor dem Schleifen / Nach dem Schleifen

Vor dem Schleifen / Nach dem Schleifen

Vor dem Schleifen / Nach dem Schleifen

Vor dem Schleifen / Nach dem Schleifen

Dann habe ich den Rahmen mit Weißleim zusammen geklebt. Dafür fehlt es mir an Schraubzwingen (note to myself: zwei größere Schraubzwingen besorgen). Also hab ich ihn behelfsmäßig irgendwo eingeklemmt. Geht irgendwie auch.
Auf den Rahmen habe ich dann ein paar Magnete geschraubt. Jeder davon hält angeblich 10kg. Zwei Schrauben habe ich soweit schonmal rein gedreht, dass die Enden raus gucken. Nach dem Ausmessen der Position an der Decke kann ich dann mit den Schrauben die Stellen für die Dübel markieren.

Der fertige Rahmen mit Magneten

Der fertige Rahmen mit Magneten

Nachdem die Dübel gesetzt sind nur noch den Rahmen an der Decke befestigen. Lampe anschließen…

An der Decke befestigt

An der Decke befestigt

…den Trafo verstauen und klick hängt die Lampe an den Magneten. Noch mittig ausrichten und es werde Licht…

Hält!

Hält!

Und leuchtet!

Und leuchtet!

Das ganze war in 1-2h erledigt und ich kann endlich vernünftig im Keller basteln.

Lüftung einregulieren und Inbetriebnahme

Paule habe ich ja selber verbaut. Die Lüftungsleitungen kamen von Weberhaus. Das Material im Hauswirtschaftsraum und Paule selbst von Inovatech. Also Paule dann verbaut war habe ich alle Ventile in wenig genutzten Räumen einfach fast zugedreht und vor allem den im Schlafzimmer ganz aufgedreht. Die Stammleser erinnern sich bestimmt an unsere nächtlichen Alarme.

Lüftungsleitungen und Paule

Lüftungsleitungen und Paule

Mit leicht geöffneter Schlafzimmertüre ging das dann. Co2 Werte im Schlafzimmer sind meist unter 1250ppm geblieben und damit gab es keine Alarme. Iris möchte die Tür aber gerne zu haben. Zweimal getestet, zweimal nachts geweckt worden…doof. Iris wollte natürlich den Alarm ausgebaut haben. Aber das ist ja nicht die Lösung des Problems…der Co2 Wert ist das Problem nicht der Alarm.

Weberhaus hat dann die Türen nochmal gekürzt. Denn die Überströmöffnungen waren viel zu klein. In Schlaf- und Wohnzimmer z.B. gerade mal 2-3mm.

Also nachgedacht. Luft sucht sich den Weg des geringsten Widerstands. Im Keller waren noch keine Ventile montiert. Also schnell mal drei bestellt und installiert. Hilft tatsächlich, die Tür kann jetzt sogar „meistens“ fast geschlossen bleiben. Aber so ganz optimal ist das ganze nicht.  Auch habe ich die Luftmenge nachts deutlich erhöhen müssen, damit es im Schlafzimmer nicht piept. Tagsüber reichte selbst vor dem Einregulieren die kleine Stufe und wir bekommen nirgendwo mehr als 700ppm, meist sogar deutlich weniger. Auch mit 2 Personen und Hund im Zimmer nicht.

Das ganze war natürlich ein reines Gebastel und ich hab damit auch nur versucht die Zeit bis zum richtigen einregulieren zu überbrücken. Denn dafür fehlte uns noch die Abluft im Keller, die Weberhaus vergessen hatte. Diese wurde dann endlich vor ca. 3 Wochen nachgeholt.

Bei Zehnder (Paul gehört zu Zehnder) hätte die Inebtriebnahme und das Einregulieren 320€ pauschal gekostet. Sehr fairer Preis und wer sollte das besser können, als der Hersteller? Inovatech vielleicht. Ihr erinnert euch vielleicht, dort habe ich Paul und das ganze Zubehör zum Anschließen von Paul gekauft. Die Jungs haben mich damals beim Zusammenstellen des nötigen Zubehörs unterstützt und stundenlang am Telefon beraten. Service war super und die Jungs sind wirklich absolut kompetent in dem was sie tun. Der Preis war leider fast doppelt so hoch, aber ich hab mich dann überzeugen lassen und Inovatech hat mich nicht entäuscht.

Der Chef persönlich hat deutlich über 6h hier verbracht. Vereinbart waren bis zu 4h. Er hat sehr penibel gearbeitet. Jeden Raum zigmal durch gemessen…aber fangen wir von vorne an.

Nach der Begrüßung ging es gleich in den Keller. Installation fand er gut….“Wo ist denn der Siphon?“. „Ja, äh…damit hatte ich es nicht so eilig. Dachte der hat noch Zeit?!“.
Im Sommer fällt eh kein Kondenswasser an und ich hatte ja einen Eimer drunter. „So zieht sich das Gerät durch den Unterdruck aber Dreck rein!“. Mhh…hat er mir dann auch gezeigt. Da war schon eine leichte Schicht Staub überall. Hat er dann schnell gereinigt. „Ich guck, mal was ich im Auto habe…“. Kurz darauf war der Siphon installiert. Top Service, fängt gut an.

Bei Inovatech haben wir auch noch den Entalpietauscher und neue Filter bestellt. Die neuen Filter wurden als nächstes installiert. War auch nötig:

Frisch- und Fortluftfilter

Frisch- und Fortluftfilter

In der Frischluft hatten wir über Monate kein Insektenschutzgitter. Deshalb kommen die Viecher dann bis zum G7 Filter. Sieht nicht schön aus…normalerweise hätte man das alles ins Haus gelüftet.

Er hat dann wirklich penibel jeden Raum mehrfach durchgemessen. Bis die Luftmengen der jeweiligen Nutzung der Räume exakt entsprochen haben. Im (Problem-)Schlafzimmer wurde so die Luftmenge deutlich erhöht. Außerdem haben wir einige Tellerventile durch Gitterventile ersetzt und die Luftmenge im Kanal dahinter gedrosselt. Das hat z.B. im Schlafzimmer den Effekt, dass die Luft im Raum wesentlich besser verteilt wird und nicht größtenteils hinterm Schrank landet oder den direkten Weg aus der Tür wählt. Weberhaus hat im Schlafzimmer leider eine sehr ungünstige Position für die Zuluft gewählt. Udo hat mit ein paar Tricks aber das Optimum herausgeholt. Er wurde auch nicht müde jede Kleinigkeit ausführlich und kompetent zu erklären und Fragen hatte ich viele.

Wir fahren die Lüftung jetzt nachts auf mittlerer Stufe und tagsüber auf kleiner Stufe. Reicht uns völlig. Im Schlafzimmer ist die Situation deutlich entspannter. Allerdings scheinen die Überströmöffnungen der zwei Türen (Schlafzimmer und Ankleide) immer noch zu klein zu sein. Hier mal ein paar Nächte im Vergleich:

Co2 Schlafzimmer

Co2 Schlafzimmer

Überwiegend sind wir unter 750ppm im Schlafzimmer. Die zweite Nacht die im Graphen zu sehen ist, hatten wir beide Türen einen Spalt geöffnet. Woher der Peak kommt?! Die Nacht danach beide Türen geschlossen. Danach Ankleide offen und Schlafzimmertür geschlossen. Warum der Graph der letzten Nacht so unruhig ist…keine Ahnung.

Zur Erklärung muss man noch erwähnen, dass wir im OG zwei Abluftventile haben. Eins in der Ankleide mit etwa 10m3/h und der Großteil geht über das Bad mit 50m3/h.

Vor der Arbeit von Udo waren wir mit geschlossener Türe immer bis über 1250ppm…ALLAAARRRMMM jemand wacht auf und macht ein Fenster oder die Türe auf und wir schlafen weiter. Und das bei deutlich höherer Lüftungsstufe.

Bis auf das Schlafzimmerproblem waren die Co2 Werte überall schon vorher ganz gut. Aber nach der Einregulierung von Udo Stäudten von Inovatech sind auch hier die Werte nochmal deutlich besser geworden. Und das bei kleinerer Stufe am Gerät und damit weniger Stromverbrauch.

Wenige Tage drauf gab es noch das Inbetriebnahmeprotokoll und

Fazit:

Die Anlage lief vorher schon gut, aber es gab noch viel Potential nach oben, welches Udo Stäudten dann genutzt hat. Luftqualität ist bei kleinerer Stufe jetzt durchgehend noch besser. Stromverbrauch dadurch dann nochmal geringer.
Auch ist Udo mit uns die komplette Installation durch gegangen. Beruhigend zu wissen, dass die Umsetzung soweit gut ist und bis auf Kleinigkeiten (fehlender Trockensiphon) nichts gemacht werden muss.

Ich hab jetzt keinen Vergleich zur Zehnder Inbetriebnahmen, wir sind aber absolut überzeugt, dass der Mehrpreis bei Inovatech jeden Cent wert war.

Den Entalpietauscher lasse ich jetzt übrigens erstmal im Regal im Keller. Obwohl die Luftfeuchte  in den letzten Tagen auf 30-45% gefallen ist. Wir hatten ein paar Probleme mit dem Parkett, weil der Estrich noch zu feucht war und die wenigen Stellen verschwinden gerade nach und nach. Vielleicht kommt der Entalpietauscher sogar erst im nächsten Winter zum Zug oder wenn es richtig kalt wird.

Und noch einen Mythos möchte ich zumindest für uns widerlegen:

Im hoch gedämmten Haus lassen sich keine signifikanten Temperaturunterschiede in einzelnen Räumen erreichen. Wir hatten schon Sorge, dass es uns im Schlafzimmer zu warm wird während der Heizphase. Die Fußbodenheizung in Schlafzimmer und Ankleide sind fast zugedreht und trotz Verteilung der warmen Luft durch die KWL haben wir 2-3 Grad weniger im Schlafzimmer, als im Rest des Hauses. Mehr zur Heizung…demnächst…

Kellertüren

Unser Keller. Nachdem die rohen Betonwände von unserem lieben Malerteam von Jens Hardt hammerhart mit Malervlies und von uns mit Farbe versehen wurden kam dann unser Fliesenleger dran, wie beschrieben und hat dem Socken zerstörendem Estrich eine Schicht Fliesen von Fliesenmax.de verpasst. Es fehlen leider noch 3 Pakete Fliesen, die ich nächste Woche besorgen werde, damit unser Fliesenleger Eddy Böhnen die Arbeiten fertig stellen kann.

Der Keller ist seitdem nicht wieder zu erkennen. Aber es fehlte noch was…irgendwo waren noch die Betonwände zu sehen…nämlich an den Türausschnitten. Damit der Fliesensockel abgeschlossen werden kann haben wir uns dann nach Türen umgeschaut.

Im Internet gibt es den ein oder anderen Anbieter. Aber die Qualität von so einer Tür möchte man doch gerne mal selber in Augenschein nehmen und mal anfassen. Wir sind dann zufällig ziemlich schnell im Hornbach fündig geworden. Die Türen dort sind nicht nur sehr günstig, sondern muten auch sehr qualitativ an und sehen den Türen im Rest des Hauses sehr ähnlich. Also alles schön vermessen und 4 Türen bestellt. 3x Anschlag Rechts, 1x Anschlag links.

Die Zargen sind relativ schnell aufgebaut. Wenn man sich ein wenig mühe gibt werden die Gehrungen auch sehr genau. Die erste zu schnell. Lässt sich zwar in die Öffnung schieben, ist aber oben so knapp, dass ich nicht genug Spiel zum waagerechten Ausrichten habe. Da die Zargen mit Weißleim verklebt werden musste ich die Zusammengebaute Zarge kürzen. Das wäre zerlegt viel handlicher, ging aber dann doch problemlos.

Türzarge und Blendenaufbau

Türzarge und Blendenaufbau

Ich hatte ein bisschen Respekt vor dem Einbau der Türrahmen. Habe ich ja noch nie gemacht. War aber dank dem Wolfcraft Türmontageset wirklich kinderleicht. Die Türspreizen oben an der Zarge auf die Breite einstelle und eine etwa Mittig und die zweite im letzten Zargendrittel montieren. Dann die Zarge in den Ausschnitt. Bisschen Wasserwaage hier, bisschen Wasserwaage da. Im Ausschnitt fest ziehen, ausschäumen…24h warten fertig. Ich hatte nur 1k Schaum da und der härtet ewig lang aus. Deshalb war mein Tempo dann auch auf 1 Tür / Tag beschränkt.

Türzarge im Ausschnitt eingespannt

Türzarge im Ausschnitt eingespannt

Türzarge im Ausschnitt eingespannt

Türzarge im Ausschnitt eingespannt

Ich habe dann die restlichen Zargen und Blenden vorab gekürzt. Auch die Türblätter selber habe ich ca. 1,5cm gekürzt da unten die Überström-Öffnung für die Wohnraumlüftung ist. Alle drei Kellerräume sind Zulufträume und der Hauswirtschaftsraum ist der Abluftraum im Keller.

Alle Türen schließen perfekt. Fühlen sich schwer und hochwertig an und der Keller sieht jetzt wirklich sehr wohnlich aus. Es fehlen nur noch die Fensterbänke und die restlichen Fliesenarbeiten.

Erstaunlich ist auch, wieviel Schall die Türen schlucken. Trotz ca. 1,5cm großem Spalt unter dem gekürzten Türblatt. Tür zu, Waschmaschine weg. Von der KWL hört man jetzt gar nichts mehr. Nur noch bei maximaler Stufe hört man in manchen Zimmern ein Strömungsgeräusch. Im normalen Betrieb aber absolut unhörbar. Das Gerät selber konnte man ohne Türe im HWR noch hören. Jetzt aber selbst beim Stoßlüften nicht mehr.

Geschlossen!

Geschlossen!

Fehlen noch die Fensterbänke und dann ist der Keller bewohnbar.

Holzterrasse (fast) fertig!

Seit ein paar Wochen schon ist unsere Holzterrasse jetzt fast fertig. Es gab zwei Zwangspausen, weil Lieferungen nicht gekommen sind aber im großen und ganzen sind wir jetzt durch.

Die Terrasse wird nach Süden und Westen noch einen Meter verlängert. Dafür müssen aber vorher die Lichthöfe fertig gemacht werden und noch ein wenig mehr RCL aufgeschüttet werden.

Zur Holzterrasse gab es viele Fragen. Hier endlich die Antworten (sorry für die Verzögerung).

Das FSC zertifizierte Cumaru Holz haben wir von http://holzhandel-deutschland.de. Können wir sehr empfehlen. Von dort haben wir auch die SPAX Terrassenschrauben Sets und die SPAX Air Abstandhalter. Insgesamt sind jetzt etwas weniger als 1.500 SPAX Terrassenschrauben verbaut. Jedes Loch im Hartholz muss vorgebohrt und das Bohrloch abgesenkt werden. Dafür habe ich den Stufenbohrer von SPAX benutzt.

Das RCL für die Terrasse wurde von unserem Tiefbauer gut verdichtet mit der großen Rüttelmaschine, die auch das ganze Haus zum Beben bringt. Mehrfach ist er rüber. Jetzt habe ich mehrere Meinungen gehört von „Ohne tiefe Betonfundamente geht es nicht“ bis zu „hätte man gar nicht verdichten müssen, da setzt sich selbst bei Frost nichts“. Alles Meinungen von „Fachleuten/Gartenbauern/Tiefbauern“. Ich vertraue hier unserem tollen Tiefbauer Herrn Anders. Er sagt, das ist so hoch verdichtet, da setzt sich gar nichts. Er hat bisher immer super Arbeit geleistet und noch immer recht gehabt. Also habe ich mich entschieden, den Terrassenaufbau ohne Betonfundamente zu machen.

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Direkt auf das RCL haben wir ein Unkrautvlies gelegt, nachdem wir alles Unkraut aus dem Terrassenbereich entfernt haben. Auf das Vlies kommt eine Split Schicht verteilt, um die Beton-Terrassenplatten eben ausrichten zu können. Den Split hat Herr Anders spontan einen Tag nach Anruf vor dem Haus abgeladen. Vielen Dank dafür!

Unkrautvlies/Split

Unkrautvlies/Split

Auf dem Split kann man dann die Betonplatten verteilen und ausrichten. Ich habe alle 40cm eine Platte. Insgesamt 250 Platten. Diese habe ich mir vom Hornbach liefern lassen und mit der Schubkarre von Andiiiiih, weltbester Nachbar, zur Terrasse gefahren.

Unkrautvlies/Split

Unkrautvlies/Split

Unkrautvlies und noch mehr Split

Unkrautvlies und noch mehr Split

Das Vlies habe ich mit einem Gartenrechen/harke schön glatt gestrichen. Hatte etwas von einem ZEN Garten. Das erleichtert das ausrichten der Platten.

Von den Zwischenschritten habe ich in meiner Arbeitswut keine Fotos gemacht. Das verteilen und vor allem das Ausrichten der Platten in die Waage ist schon ziemlich nervig. Iris hat noch ein wenig geholfen und so ging die Arbeit dann auch rum.

Auf die Platten kommen dann Terrassenlager von Eurotec bezogen bei Parkett-Werk/Pflege-Profi. Die Kosten für die Lager summieren sich zwar schnell auf. Aber meiner Meinung nach sind sie ihr Geld absolut wert.

Parkett-Werk bzw. Pflege-Profi muss ich hier nochmal ausdrücklich loben. Eine eilige Nachbestellung der Lager in einer anderen Größe (hab mich verschätzt) war am nächsten Tag da! Jedes Lager zu viel wurde anstandslos zurück genommen. Top!

Das Ausrichten der Höhe der Unterkonstruktion geht so sehr leicht von statten. Hierfür habe ich eine 3m Richtlatte/Wasserwaage genommen. Ich hab dann immer die äußeren Unterkonstruktionen unter der Richtlatte auf die für das Gefälle nötige Höhe und in Waage ausgerichtet und die dazwischen erstmal runter gedreht. Ist die Höhe der äußeren gefunden, müssen nur noch die dazwischen bis an die Richtlatte hoch gedreht werden. In der Theorie einfach, in der Praxis durch teilweise stark gebogene Unterkonstruktion nicht ganz so einfach und es sind mehrere Durchgänge nötig und die Unterkonstruktion muss durch Körpergewicht oder Betonplatten beschwert werden, Auch sind dann anschließend erstmal viele Lager in der Luft. Vom Gewicht der Terrasse werden diese dann später runter gedrückt bzw. die krummen Latten werden mit der Zeit ausgerichtet. Hat mir nicht gefallen, aber dann doch sehr gut geklappt.

Unterkonstruktion

Unterkonstruktion

Die Unterkonstruktion wird mit den Lagern verschraubt. Hier muss ebenfalls vorgebohrt werden. Hat man das hinter sich und alles ist perfekt ausgerichtet, geht es endlich an die Dielen. Fensterbänke möchten ausgeschnitten und die Dielen richtig abgelängt werden. Anschliessend noch Hirnholzschutz auf die Dielen und die Dielen das erste mal und von allen Seiten ölen. Das Ölen hat größtenteils Iris übernommen. Mit breitem Pinseln und auf zwei Böcken geht das zwar recht flott. Aber wenn man das auch noch selber macht, dauert es doppelt so lange. Auch das Verteilen der Platten, etc. geht zu zweit einfach schneller von der Hand und ist unterhaltsamer.

Dann werden die SPAX Air Abstandhalter zwischen Unterkonstruktion und Diele verteilt. Die erste zugeschnittene Diele parallel zum Haus ausgerichtet, fixiert und dann die Löcher vorgebohrt.  Am Anfang habe ich NICHT die Löcher markiert. Nur mit einem SPAX Air immer die exakte Entfernung zum Rand ermittelt und dann gebohrt. Die Position quer zur Unterkonstruktion habe ich dann nur mit Augenmaß gemacht. Aber selbst kleinste Abweichungen im mm Bereich sieht man hier. Iris stört das gar nicht…mich schon…also habe ich nachher die Position immer vorher angezeichnet.

Tipp zum Vorbohren: Mit viel Drehzahl und wenig Druck vorsichtig anbohren. Sobald der Bohrer im Holz ist kann man den Druck erhöhen, um schneller zu sein. Durch das vorsichtige Anbohren werden Risse im Holz vermieden.

An jedem Übergang zwischen zwei Dielen sollte man eine Unterkonstruktion haben, wo man die Enden vorsichtig anschrauben kann (Achtung Rissgefahr). Habe ich am ersten Übergang nicht gemacht und es sieht doof aus. Werde jetzt von unten noch eine Unterkonstruktion hoch ziehen und nachträglich fixieren. Wird fummelig, aber gehen.

Ein bisschen Sorge hatte ich, dass ich auf der Nordseite vom Erker, wo ich zum Haus hin verlegt habe nicht parallel zum Haus komme. Aber passt ziemlich genau. Bin selber überrascht. Auch der Abschluss an der Garage war nicht ganz einfach. Habe ich dann mit der Tauchsäge soweit es geht gemacht und den Rest von Hand mit dem Fuchsschwanz.

Terrasse

Terrasse

Terrasse

Terrasse

Ich hab noch keine Fotos vom aktuellen Stand. Aber das fast fertige Ergebnis könnt ihr unten sehen. Auch ein Problem war der zu tiefe Lichtschacht. Da hat der Kellerbauer seinen einzigen Fehler gemacht. Der MEA Norm Lichtschacht kann in der Höhe verstellt werden. Die falsche Höhe habe ich leider selber auch nicht bemerkt (bevor aufgeschüttet war) und wieder ausgraben ist keine Option. Der MEA Aufsatz passt um 2cm nicht und ich müsste die Holzverschalung ausschneiden inkl. Insektengitter für die Hinterlüftung. Also neuer Plan. Lichtschacht bleibt tief und auf die Terrasse kommt noch ein weiteres Gitter. Nicht optimal, aber muss dann so sein.

Besonders stolz bin ich auf die schön gerade ausgeschnittenen Fensterbänke, etc. Wurden auch vom Terrassenbauer gegenüber ausgiebig gelobt: „Bekomme ich selber nicht so gut hin!“. Hah! Hört man doch gerne. Für die Fallrohre muss ich mir noch eine schönere Lösung ausdenken.

Abschluss Fensterbank

Abschluss Fensterbank

Abschluss Garage

Abschluss Garage

Abschluss Garage

Abschluss Garage

Terrasse

Terrasse

Terrasse

Terrasse

Danach nochmal geölt. Wir ölen jetzt noch den rechten Bereich und müssen die letzten zwei Bretter am Lichtschacht noch ausschneiden, dann steht diese Baustelle erstmal still, bis der Rest aufgeschüttet ist und ggfs. der Gartenteich ausgehoben und vorbereitet ist. Wenn wir uns dazu durchringen einen zu machen, soll dieser bis an die Terrasse angrenzen. Dann kann man sich auf den Terrassenrand setzen und die Füße ins Wasser halten. Mal gucken, ob der Teich finanziell Priorität bekommt. Wenn, dann sollten wir ihn jetzt machen, damit kein Bagger mehr in den Garten muss.

Geputzt ist die Terrasse übrigens auch recht schnell. Reichlich Wasser und ein Besen, überall einmal drüber und weg ist der Dreck.

Ist schon toll, dass wir jetzt Barfuss raus können. Ist ein tolles Laufgefühl. Fühlt sich sehr angenehm an. Es wippt nichts, alles schön fest. Man bringt nicht ständig allen Dreck von draussen mit rein und tagsüber mit Laptop auf der Terrasse arbeiten oder Abends mit einem Bierchen den Tag ausklingen lassen…hat schon was… 🙂 Das Holz gefällt uns sehr sehr gut. Ein paar Kleinigkeiten würde ich beim nächsten mal vielleicht anders angehen, aber im großen und ganzen sind wir sehr zufrieden.

Sneak Preview Terrasse die Dritte

Es gab zwei Zwangspausen, wovon eine noch nicht beendet ist. Aber wir nähern uns der Vollendung des ersten Bauabschnitts der Terrasse.

An zwei Stellen wird sie noch etwas vergrößert und deswegen sind dort ein paar Dielen noch nicht befestigt. Lasst euch überraschen.

Barfuss Gefühl ist super. Und draußen sitzen macht jetzt endlich Spaß. 😀

Mehr dazu und Details zum Aufbau, wenn ich die Zeit und Muße finde. 🙂

Terrasse

Terrasse

Terrasse

Terrasse