Photovoltaik Eigenverbrauchsoptimierung

Wenn die Photovoltaik Anlage erst mal auf dem Dach ist, gilt es möglichst viel Eigenverbrauch zu erreichen. Dazu gehört, dass man Verbraucher, wie z.B. die Wasch- und Spülmaschine möglichst in die Ertragszeiten der Photovoltaik Anlage legt. D.h. bevorzugt tagsüber bei Sonnenschein waschen/spülen.

Gleiches gilt natürlich auch für alle anderen Verbraucher, die man in die Ertragszeiten legen kann ohne zu sehr an Komfort einzubüßen (Cappuccino muss z.B. morgens sein, wenn da keine Sonne scheint, Pech).

Das ich viel im HomeOffice arbeite kommt dem Eigenverbrauch natürlich auch entgegen. Dazu kommen aber noch ein paar weitere Dinge, die ich eingeplant habe.

Z.B. werde ich das Erwärmen des Warmwasserspeichers von der Wärmepumpe nur einmal am Tag, um die Mittagszeit machen lassen.

Ebenso werde ich mit einer Nachtabsenkung experimentieren. Normalerweise bringen Nachtabsenkungen keinen Vorteil, weil das Aufheizen danach i.d.R. genauso viel Energie verbraucht, wie über Nacht gespart wurde. Allerdings wird unser sehr gut gedämmtes Haus kaum abkühlen und die Wärmepumpe läuft bevorzugt tagsüber, wenn die Sonne scheint. Das wird aber weniger bringen, als die Warmwasserbereitung. Grund ist, dass im Winter, wenn am meisten geheizt werden muss auch am wenigsten solare Erträge da sind. Insbesondere bei unserer Ost/West Anlage mit flacher Dachneigung. Aber wenn es auch nur ein paar kWh gekauften Strom spart, hat es sich gelohnt.

Wenn ihr noch weitere Tipps zur Eigenverbrauchsoptimierung habt, immer her damit und Kommentare schreiben. 🙂

4 Gedanken zu „Photovoltaik Eigenverbrauchsoptimierung

  1. Jochen

    An Eurer Stelle würde ich heute einen Wechselrichter einplanen, der Euch zukünftig den Anschluss eines Batteriespeichers erlaubt. Und ggf. plant Ihr auch schon einen Stellplatz dafür ein.
    Nach dem Einstieg von Tesla in den Hausbatteriemarkt kann es gut sein, dass die Preise abrutschen. Die Asiaten werden sicher nicht tatenlos zusehen, wie Tesla deren Marktanteile übernimmt.

    Wir mit unseren ca. 6kW-Peak haben die Erfahrung gemacht, dass das zeitgesteuerte bzw. Leistungsgesteuerte Einschalten (lassen) von Geräten wie z.B. Wasch- und Spülmaschine zwar etwas bringt, allerdings ziehen die Geräte „zu selten“ Strom um den Eigenverbrauch groß zu verbessern.
    Die Spülmaschine hat bei uns z.B. 3 Heizphasen. In diesen Phasen steigt der Hausverbrauch / die Leistung für wenige Minuten auf irgendwas zwischen 2.000 und 3.000 Watt. Danach sinkt sie wieder auf 200 bis 300 Watt ab. Wenn Du Pech hast, dann kommen an dem Tag zu der Zeit 2.000 Watt vom Dach. Also werden die kurzfristig benötigten 1000 Watt aus dem Netz genommen. Und später wieder 1.700 bis 1.800 Watt eingespeist.
    Besser wäre es, wenn Du einen kleinen Puffer hast, der die Lastspitzen auffängt und Dich über die Zeit mit weniger Sonne bringt.

    Oder kurz formuliert: wir sind mit unserem Batteriespeicher sehr zufrieden 😀

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    1. Thomas Bauherr Beitragsautor

      Hi Jochen,

      ein Batteriespeicher kann in Zukunft durchaus noch kommen. Platz dafür findet sich im Keller mit Sicherheit auch. Bei den aktuellen Preisen sind die aber ein Verlustgeschäft. Da bei mir Umweltschutz und Autarkie auch eine Rolle spielen, habe ich es trotzdem erwogen.
      Aber der Speichermarkt kommt gerade erst richtig in Bewegung. Da wird sich in den nächsten Jahren sowohl bei der Technologie, als auch bei den Preisen einiges tun denke ich. Und bis dahin ist auch hoffentlich wieder ein wenig mehr Geld in unseren zur Zeit leeren Geldbeuteln.

      Gute Hinweise auf jeden Fall und danke für den Kommentar.

      Grüße,
      Thomas

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  2. markus

    haben sie schon erste Erfahrugen mit dem Eigenstrombedarf?
    Stromspeicher Lohnen sich noch nicht.

    ich plane mit 13x 260W Modulen ~3380W dazu der Fronius Sym3.7 + Fronius Smart Meter für 70weich regelung.

    Speicherlösung soll in 10-15 Jahren folgen dann wenn der Wechselrichter ausgedient hat mit austauschen

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    1. Thomas Bauherr Beitragsautor

      Hi Markus,

      warum nur ~3,4kW Peak? Durch die relativen Fixkosten für Montage, etc. wird das kWp günstiger mit jedem Modul mehr auf dem Dach. Und bei mehr Leistung auf dem Dach hast du selbst an schlechten Tagen noch genug Ertrag für deinen Haushalt. Dafür an guten Tagen natürlich auch viel Überschuß.

      Zum Eigenverbrauch kann ich dir noch nichts sagen. Der ist zur Zeit sehr hoch bei uns durch das Estrichaufheizprogramm. Das habe ich größtenteils mit Heizstab laufen lassen. War schon cool bis 4kW Stromverbrauch und mehr durch die PV abzudecken. Frag mich in einem Jahr nochmal. 🙂

      Ich kann dir nur empfehlen mal mit Solar Conze zu reden. Die waren wirklich super.

      Grüße,
      Thomas

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